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Die vielen «Aussenminister» der Schweiz

Einen Schattenaussenminister hatte die Schweiz früher mit Ernst Mühlemann. Heute drängen gleich mehrere Parlamentarier in diesen Job. Warum das so ist und was Stamm, Sommaruga & Co. dabei gewinnen.

Beide vermitteln gerne in internationalen Konflikten, nur einer ist offizieller Vertreter der Schweiz: Aussenminister Didier Burkhalter und SP-Nationalrat Carlo Sommaruga.
Beide vermitteln gerne in internationalen Konflikten, nur einer ist offizieller Vertreter der Schweiz: Aussenminister Didier Burkhalter und SP-Nationalrat Carlo Sommaruga.
Keystone
Galt als Schattenaussenminister: Ernst Mühlemann, Alt-Nationalrat und Mitglied des Europarates.  (19. April 2005)
Galt als Schattenaussenminister: Ernst Mühlemann, Alt-Nationalrat und Mitglied des Europarates. (19. April 2005)
Keystone
Der offizielle Aussenminister der Schweiz: Didier Burkhalter schüttelt Italiens Premier Matteo Renzi die Hand.
Der offizielle Aussenminister der Schweiz: Didier Burkhalter schüttelt Italiens Premier Matteo Renzi die Hand.
Keystone
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Tel Aviv, Jerusalem, Ramallah: Carlo Sommaruga, SP-Nationalrat und Präsident der Aussenpolitischen Kommission (APK), weilt zurzeit im Nahen Osten. Trotz des privaten Charakters seiner Reise wird der Genfer von anderen Schweizer Aussenpolitikern kritisiert. Den Zeitpunkt mitten im Gaza-Konflikt erachten sie als heikel, wie sie gegenüber Radio SRF sagen. Komme hinzu, dass die Treffen Sommarugas mit Diplomaten, Friedensaktivisten und Vertretern der Genfer Initiative, die sich für eine Verhandlungslösung einsetzen, dem Besuch einen offiziellen Anstrich gäben, meint etwa APK-Vizepräsident Roland Büchel (SVP). Und Doris Fiala (FDP) fragt sich, ob Sommaruga als Kommissionspräsident im Ausland überhaupt als Privatperson wahrgenommen werde.

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