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Diplomatischer Schwatz in Sotschi

Aussenminister Didier Burkhalter machte am Rande des Olympia-Trubels auch etwas Politik: Er schaute mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow auf 200 Jahre diplomatische Beziehungen zurück.

Zwei Aussenminister unter sich: Sergej Lawrow und Didier Burkhalter unterhalten sich vor dem «House of Switzerland». (8. Februar 2014)
Zwei Aussenminister unter sich: Sergej Lawrow und Didier Burkhalter unterhalten sich vor dem «House of Switzerland». (8. Februar 2014)
Keystone

Bundespräsident Didier Burkhalter hat am Samstag in Sotschi am Rande der Olympischen Winterspiele den russischen Aussenminister Sergej Lawrow getroffen. Im House of Switzerland würdigte der Schweizer Aussenminister 200 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland und betonte das Selbstverständnis der Schweiz als internationale Vermittlerin.

Die Schweiz wolle es nicht bei schönen Worten belassen, sondern handeln, sagte Burkhalter laut einer Mitteilung des Aussendepartements und verwies auf den diesjährigen Vorsitz der Eidgenossenschaft in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Mitglied auch Russland ist - und unter anderen die derzeit konfliktgeladene Ukraine.

Genf als internationale Drehscheibe

Die Stärke der Schweiz sei ihre Neutralität, mit welcher sie zur Förderung von Solidarität und Verantwortung unter den Nationen beitragen könne, sagte Burkhalter – und wurde darin von seinem russischen Amtskollegen bekräftigt.

Für Russland habe die Schweiz gerade wegen ihrer Neutralität einen einzigartigen Platz in der Diplomatie inne. Bestärkt werde dies noch durch den Rang Genfs als internationale Drehscheibe, betonte Lawrow.

Burkhalter, der am Samstag den Schweizer Athleten im Schwarzmeer-Kurort Sotschi einen Besuch abstattete, hob im House of Switzerland die Bedeutung der olympischen Idee für die Völkerverständigung hervor und verwies auf die Flamme als Symbol der Hoffnung für die Jugend der Welt auf eine bessere Zukunft in Frieden.

Das aus Holz gebaute House of Switzerland im Olympia-Park von Sotschi war am Freitag offiziell von Botschafter Nicolas Bideau eröffnet worden in Anwesenheit der Architekten Annette Spillmann und Harald Echsle und viel Prominenz, unter ihnen der Tessiner Ständerat Filippo Lombardi und der frühere Bundesrat und Sportminister Adolf Ogi sowie SSR/SRG-Präsident Raymond Loretan.

(SDA)

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