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Drei Kleinkinder sassen 49 Tage am Flughafen fest

Eine Flüchtlingsfamilie mit drei kleinen Kindern ist 49 Tage lang in der Transitzone des Flughafens Zürich festgehalten worden. Die Eltern hatten um Asyl ersucht.

Eine fünfköpfige Familie aus Gaza ist im Flughafen Zürich wegen gefälschter Papiere gestrandet. Das Bundesamt für Migration hat die Eltern und ihre drei Kinder im Alter von acht Monaten, zweieinhalb und dreieinhalb Jahren 49 Tage lang in der Asylunterkunft der Transitzone des Flughafens Zürich festgehalten, ohne dass sie an die frische Luft gehen konnten. «Das Asylgesetz erlaubt das», sagt Stefan Oberlin, Pressesprecher der Kantonspolizei. Die gesetzliche Obergrenze liegt bei 60 Tagen.

Anderer Meinung ist der ehemalige Polizeipsychologe Christian Buschan. Er ist seit seiner Pensionierung zweimal wöchentlich im Flughafen Zürich als christkatholischer Seelsorger für das Flughafenpfarramt tätig. In seinem langen Arbeitsleben hat er schon viele menschliche Schicksale erlebt. Er sei alles andere als ein naiver Gutmensch, betont Buschan: «Doch der Fall dieser fünfköpfigen palästinensischen Familie hat mich erschüttert. Nicht der Eltern wegen, sondern wegen der Kinder. Ich habe noch nie erlebt, dass Kleinkinder so lange ihrer Freiheit beraubt worden sind. Das ist wie ein Gefängnis ohne Gitter.»

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