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EDA: 1000 Schweizern im Ausland geholfen

Wenn Schweizer im Ausland Probleme haben, müssen oft Schweizer Botschaften oder Konsulate Hilfe leisten.

In diesem Jahr haben bereits 1000 Schweizerinnen und Schweizer im Ausland die Hilfe von Schweizer Behörden in Anspruch genommen. Die Zahl der Hilfeleistungen dürfte sich bis Ende Juli im Rahmen der Vorjahre bewegen, wie EDA-Sprecher Lars Knuchel sagt.

Die Hilfesuchenden würden sich aber immer mehr mit komplexen und aufwendigen Fällen an die Schweizer Vertretungen wenden. Dazu gehören beispielsweise auch familiäre Konfliktsituationen. Zudem betreut das EDA derzeit 198 Schweizer Staatsangehörige im Ausland in Haft.

Oft ohne nötigen Versicherungsschutz

Der konsularische Schutz umfasst hauptsächlich Leistungen, die nicht durch eine Reiseversicherung erbracht werden können. So helfen die Schweizer Vertretungen etwa beim Verlust des Passes oder leisteten rückzahlbare Vorschüsse für die Heimreise oder die medizinische Behandlung.

«Es gibt immer noch viele Personen, die ohne ausreichenden Versicherungsschutz reisen», sagte Knuchel. Dabei würden die Folgekosten eines Unfalls oft extrem unterschätzt. «Wir empfehlen nachdrücklich für Reisen ins Ausland eine Versicherung abzuschliessen», sagte der EDA-Sprecher.

EDA-Leistungen nicht gratis

Auch die Hilfeleistungen des EDA sind beschränkt: Es könne nicht als Filiale von Reisebüros, Krankenkassen oder Banken tätig sein, heisst es auf der Website. Ebenso seien keine medizinische Ratschläge oder Vorschüsse für die Bezahlung von Bussen möglich. Auch wer ohne gültiges Ein- oder Ausreisevisum an einem ausländischen Flughafen blockiert ist, kann sich nicht auf das EDA berufen.

Dazu kommt, dass auch die Leistungen des EDA nicht gratis sind. Bei Unfall, Krankheit, Tod oder Verhaftung sind die ersten vier Arbeitsstunden gratis. Ansonsten werden - mit wenigen Ausnahmen - entsprechend dem Zeitaufwand Gebühren verrechnet. Diese Betragen pro Arbeitsstunde 150 Franken.

(AP)

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