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Ein durchsichtiges Manöver?

Doris Leuthards Krisenmanagement wird von AKW-Gegnern gelobt – aber auch von der Atomlobby. SP und Grüne sowie Redaktion Tamedia-Leser haben ihre Meinungen gefasst.

Uvek-Vorsteherin Doris Leuthard informiert am Montag nach dem Tsunami über die Sistierung der AKW-Gesuche.
Uvek-Vorsteherin Doris Leuthard informiert am Montag nach dem Tsunami über die Sistierung der AKW-Gesuche.
Keystone

Als Bundesrätin Doris Leuthard Anfang Woche eine Sistierung der laufenden AKW-Verfahren ankündigte, reagierten zwei Seiten besonders wohlwollend: die Gesuchsteller für neue AKW, deren Begehren auf Eis gelegt werden, sowie SP und Grüne.

Die linken Parteien reagierten erwartungsgemäss mit Genugtuung und forderten weitere Schritte bis zum definitiven Atomverzicht. Überraschender war der Zuspruch von Axpo, Alpiq und BKW, die neue Atomkraftwerke planen. Auch sie lobten Leuthards Krisenmanagement: Man hätte an ihrer Stelle genau gleich gehandelt, hiess es von den AKW-Vertretern. Es sei verständlich, dass die Behörden die Vorfälle in Japan ohne Zeitdruck auswerten wollten. Die Sistierung der Bewilligungsverfahren sei richtig, solange man die Gründe für den Unfall in Japan nicht kenne.

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