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Ein Kanton im Pech

Für die Walliser Steuerverwaltung wird es ungemütlich. Sie muss sich nach zwei prominenten Fällen fragen, ob sie ihre Steuerzahler, die im internationalen Umfeld tätig sind, nicht genauer beobachten will.

Der Schutz der Steuerzahler gehört in der Schweiz zu den höchsten Rechts­gütern. Selbst wenn der Fiskus jemanden wegen eines Steuerdelikts überführt hat, gibt es noch immer die Unterscheidung zwischen Steuer­hinter­ziehung und -betrug. Trotz der hohen Toleranz sollte man das Vertrauen des Staates nicht zu sehr strapazieren, andernfalls geraten Dinge ausser Kontrolle – gerade wenn Fälle an die Öffentlichkeit gelangen. Das erlebt der Walliser Weinhändler Dominique Giroud seit Monaten; und seit dieser Woche auch der schweizerisch-französische Kulturmäzen, Agefi-Verleger und Geschäftsmann Alain Duménil, der in der Gemeinde Montana Steuern zahlt. Gemäss Eidgenössischer Steuerverwaltung hat er dem Fiskus zwischen 2003 und 2011 54 Millionen Franken Einkommen verschwiegen. Ob dem so ist, hat noch kein Gericht beurteilt. Für Duménil gilt die Unschulds­vermutung.

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