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Ein Kind adoptieren – und dann ab in die bezahlte Pause

Im Parlament läuft ein neuer Versuch, einen Mutterschaftsurlaub bei Adoptionen einzuführen.

Ob es ihr leibliches Kind ist oder nicht: Eine junge Mutter hat laut einem Vorstoss Anspruch auf Urlaub. Foto: Adam Haglund (Plainpicture)
Ob es ihr leibliches Kind ist oder nicht: Eine junge Mutter hat laut einem Vorstoss Anspruch auf Urlaub. Foto: Adam Haglund (Plainpicture)

Nimmt ein Paar ein Adoptivkind bei sich auf, kann für die Familie eine harte Zeit anbrechen: Je nach Arbeitgeber haben Mutter und Vater täglich weiter im Büro oder auf der Baustelle zu erscheinen – freie Zeit, sich an das neue Familienmitglied zu gewöhnen, ist ihnen vom Bundesrecht her nicht vergönnt. Damit werden sie weniger freundlich behandelt als Eltern, bei denen sich der Nachwuchs auf biologisch-natürliche Weise einstellt: Für die Mutter sieht das Gesetz in diesem Fall einen Urlaub von 98 Tagen vor. Der Bundesrat findet die Ungleichbehandlung gerechtfertigt, wie er vor einiger Zeit festhielt: «Der Mutterschaftsurlaub fördert nicht nur die Mutter-Kind-Beziehung, sondern dient auch der Erholung nach Schwangerschaft und Geburt.» Eine Adoptivmutter darf aus bundesrätlicher Sicht an den Arbeitsplatz befohlen werden, da sie keine Schwangerschaftsbeschwerden hinter sich hat.

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