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Eine Revolution in Genfs Arbeitswelt

Im Kanton Genf werden sich Vertreter der Gewerkschaften, der Arbeitgeber und des Staates die Arbeitsmarktkontrolle teilen. Syndikalisten wünschen sich dasselbe in Zürich und Bern.

Schweizweit einzigartig: Die tripartite Arbeitsmarktkontrolle in Genf.
Schweizweit einzigartig: Die tripartite Arbeitsmarktkontrolle in Genf.
Marital Trezzini, Keystone

Das Arbeitsinspektorat des Kantons Genf steht vor einem revolutionären Neuaufbau. Ab dem kommenden Jahr werden staatliche Inspektoren ihre Kompetenzen in Sachen Arbeitsmarktkontrolle mit Gewerkschaftern und Arbeitgebervertretern teilen. Damit müssen Betriebe also auch Syndikalisten den Zutritt gewähren, was die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) mit Sitz in Genf im Namen der Informationsfreiheit zwar allen Staaten empfiehlt, aber in der Schweizer Gesetzgebung bislang nirgendwo Eingang fand. Geprüft werden die Einhaltung der Arbeitszeiten, Arbeitsplatzsicherheit, Gesundheitsgefahren und teils auch, ob Mindestlöhne eingehalten werden. Entsprechend stolz ist man im Genfer Gewerkschaftsbund auf das schweizweit einzigartige Genfer Modell einer tripartiten Arbeitsmarktkontrolle. Ein Modell, das eine bemerkenswerte Entwicklungsgeschichte hinter sich hat.

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