Zum Hauptinhalt springen

Einsiedeln präsentiert Bilanz der sexuellen Übergriffe

Eine unabhängige Untersuchungskommission bestätigt, was viele bereits vermuteten: Im Kloster Einsiedeln kam es in den letzten 60 Jahren zu zahlreichen Übergriffen.

In 60 Jahren haben sich 15 Mönche des sexuellen Übergriffs schuldig gemacht: Kloster in Einsiedeln.
In 60 Jahren haben sich 15 Mönche des sexuellen Übergriffs schuldig gemacht: Kloster in Einsiedeln.
Keystone

Im Kloster Einsiedeln und den ihm angeschlossenen Institutionen haben sich in den letzten 60 Jahren 15 Mönche eines sexuellen Übergriffes schuldig gemacht. Die Zahl der Opfer dürfte sich auf rund 40 belaufen.

Dies teilte die unabhängige Untersuchungskommission heute mit, die im Auftrag von Abt Martin Werlen die Vorkommnisse aufgearbeitet hat. Neun Mönche vergingen sich an Minderjährigen. Der grösste Teil dieser Übergriffe entfällt auf die 60er- und 70er-Jahre und geht zu Lasten von drei Mönchen.

Letzter Übegriff erfolgte von dementem Mönch

Die Untersuchungskommission attestierte dem Kloster, dass es im Rahmen seiner Möglichkeiten auf die bekannten Vorfälle reagiert habe. 1998 erliess das Kloster präventive Massnahmen. Seither wurde noch ein Fall bekannt, der von einem dementen und strafunfähigen Mönch begangen wurde.

Werlen zeigte sich über die grosse Zahl der Fälle erschreckt. Die Klostergemeinschaft habe sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Sexuelle Übergriffe zur Sprache zu bringen sei kein Tabu mehr im Kloster, sagte er, und bat die Opfer um Verzeihung.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch