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Einwanderung nimmt seit März deutlich zu

Seit dem Ja zur SVP-Initiative steigt die Zahl der Zuwanderer. FDP-Präsident Philipp Müller glaubt nicht, dass die Einwanderung bei einer Umstellung auf ein Kontingentsystem abnimmt.

Spricht von einer «Masseneinwanderungs-Förderungsinitiative»: FDP-Präsident Philipp Müller.
Spricht von einer «Masseneinwanderungs-Förderungsinitiative»: FDP-Präsident Philipp Müller.
Keystone

Seit Februar steht die SVP-Masseneinwanderungsinitiative in der Verfassung. Doch die Immigration hat sich seither beschleunigt, und zwar deutlich. Dies berichtet die Zeitung «Schweiz am Sonntag» gestützt auf neue Zahlen des Bundesamts für Migration. Im März, dem ersten Monat nach dem Volksvotum, stieg die Nettozuwanderung in die Schweiz um satte 14 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat.

5546 Personen wanderten ein, gegenüber 4867 im Vorjahresmonat. Anfang 2014 war die Einwanderung noch leicht rückläufig gewesen, danach aber kam es laut «Schweiz am Sonntag» zur Trendwende. Setzt sich der Märztrend fort, könnte 2014 zu einem Einwanderungsrekordjahr werden. Möglicherweise decken sich Unternehmen noch rasch mit Ausländern ein, solange es möglich ist. Ein besonders deutliches Plus von 76 Prozent zeichnet sich in der Gruppe der EU-8 mit Ländern wie Lettland, Tschechien und Ungarn ab. Marginal bleibt die Zuwanderung aus den neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien.

Kontingente hat der Bund noch nicht festgelegt. FDP-Präsident Philipp Müller befürchtet im Interview mit der «Schweiz am Sonntag», dass die Einwanderung mit einem Kontingentsystem sogar ansteigen werde. «Wenn ich zusammenzähle, welchen Bedarf die Branchen anmelden, komme ich mittlerweile auf mindestens 120'000», sagt er. Er nennt die Masseneinwanderungsinitiative bereits «Masseneinwanderungs-Förderungsinitiative».

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