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Er ist zur medialen Reizfigur geworden

Carl Baudenbacher wurde vom EU-Turbo zum Liebling der SVP. Wie hat der Schweizer Jusprofessor das nur geschafft?

«Unhaltbare Behauptungen»: Carl Baudenbacher in der öffentlichen Anhörung zum Rahmenabkommen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

«Unhaltbare Behauptungen»: Carl Baudenbacher in der öffentlichen Anhörung zum Rahmenabkommen. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Fabian Renz@renzfabian01

Man spricht seinen Namen aus und vernimmt Stossseufzer. Oder eine Kaskade von Schmähungen. Oder Euphorie und Lob. Wer Carl Baudenbacher sagt, legt den Schalter auf Strom. Etwas passiert dann, immer.

Fast unversehens ist der emeritierte St. Galler Jusprofessor in der Europadebatte zu Referenz und Reizfigur gleichermassen geworden. Seine energische, wortgewaltige Kritik am Rahmenabkommen mit der EU, konkret am ausgehandelten Schiedsgericht, beschert ihm dieser Tage eine Breitenwirkung wie noch kaum je in seinem bald 72 Jahre langen Leben. Viel Beachtung fand sein öffentlich übertragener Auftritt in der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats. Bei dessen Wirtschaftskommission (WAK) sprach er ebenfalls vor. Sein vernichtendes Gutachten zum Schiedsgericht, auf Bestellung der WAK verfasst, wurde in der Öffentlichkeit ausgiebig und kontrovers diskutiert. Er publiziert auch Artikel, zuletzt etwa auf «Inside Paradeplatz». Und seine Bekanntheit in den sozialen Medien wächst. Der Youtube-Account EU-No veröffentlicht Videoschnipsel des APK-Auftritts, Sammeltitel: «Best-of Statements Baudenbacher zum Rahmenabkommen».

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