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Erkrankte Passivraucher haben vor Gericht keine Chance

Gesundheitsschäden durch Passivrauchen am Arbeitsplatz gelten nicht als Berufskrankheit. Obwohl das erhöhte Lungenkrebsrisiko wissenschaftlich dokumentiert sei, sagen Experten.

Wenn die Arbeit krank macht: Etwa 10'000 Personen arbeiten laut dem Branchenverband Gastrosuisse heute in Raucherbetrieben oder Fumoirs.
Wenn die Arbeit krank macht: Etwa 10'000 Personen arbeiten laut dem Branchenverband Gastrosuisse heute in Raucherbetrieben oder Fumoirs.
Tom Kawara

Der Solothurner Lungenspezialist Thomas Schmid behandelt zurzeit zwei Patientinnen, die an Lungenkrebs erkrankt sind und nie geraucht haben. Die Frauen im Pensionsalter waren als Servicemitarbeiterinnen jahrelang Tabakrauch ausgesetzt. Für Schmid ist dies ein klarer Indikator, dass sie durch ihre Arbeit krank geworden sind: «Auch wenn sich dies im Einzelfall kaum beweisen lässt, belegen genügend Studien das erhöhte Lungenkrebsrisiko durch Passivrauchen.» Das bestätigt auch die Suva, die für Berufskrankheiten aufkommen muss: «Die Gefährdung durch Passivrauchen ist wissenschaftlich gut dokumentiert.»

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