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«Es gibt krasse Fälle»

Die Stadt Bern kündigt 237 Mietern, die in vergünstigten Wohnungen unrechtmässig leben. Der Berner Finanzdirektor Alexandre Schmidt nimmt im Interview dazu Stellung.

Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
zvg/Stadt Bern
Im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Andreas Blatter
Will Rückforderungen von zu Unrecht bezogenen Rabatten prüfen: Alexandre Schmidt, Berner Gemeinderat Direktor für Finanzen.
Will Rückforderungen von zu Unrecht bezogenen Rabatten prüfen: Alexandre Schmidt, Berner Gemeinderat Direktor für Finanzen.
Urs Baumann
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Herr Schmidt, Sie sind «empört» über die «dreisten» Personen, die zu Unrecht von vergünstigten Wohnungen profitierten. Entspringt dies nicht einem etwas naiven Menschenbild?Alexandre Schmidt:Nein. Es gab immer wieder Personen, die sich von sich aus gemeldet haben. Das Schweizer Steuerwesen geht vom ehrlichen Bürger aus, der seine Steuererklärung auch selbständig ausfüllt und nicht auf den Steuerinspektor wartet. Ich wehre mich dagegen, die Bevölkerung grundsätzlich unter Generalverdacht zu stellen. Es ist vielleicht auch so, dass sich einige nicht gemeldet und gewartet haben, weil sie wussten, dass jetzt ja eine Überprüfung läuft.

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