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ETH-Rat will Studiengebühren verdoppeln

Weil die ETH Zürich und die EPF Lausanne immer mehr Studenten verzeichnen, will das oberste Gremium der ETH diese stärker zur Kasse bitten. Die Studierendenverbände sollen aber noch mitreden dürfen.

Die beiden ETHs verzeichnen 50 Prozent mehr Studierende als vor knapp zehn Jahren: Hauptgebäude der ETH in Zürich. (Archiv TA)
Die beiden ETHs verzeichnen 50 Prozent mehr Studierende als vor knapp zehn Jahren: Hauptgebäude der ETH in Zürich. (Archiv TA)

Die Studiengebühren für die ETH Zürich und die EPFL sollen verdoppelt werden. Die erhöhten Studiengebühren gelten frühestens ab Herbstsemester 2015/16. Der ETH-Rat hat die beiden eidgenössischen Hochschulen beauftragt, gemeinsame Lösungen mit den Studierendenverbänden zu erarbeiten.

Die Studierendenzahlen an ETH Zürich und EPFL sind zwischen 2004 und 2013 um rund 50 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung des ETH-Rats heisst. Der Finanzierungsbeitrag des Bundes halte aber mit diesem Wachstum nicht Schritt. Ein Studienjahr kostet zwischen 20'000 und 40'000 Franken. Die jährlichen Studiengebühren betragen seit 2004 unverändert 1160 Franken.

Gespräche mit Studierendenverbänden

Der ETH-Rat will nun den Weg für eine Verdoppelung der Studiengebühren einschlagen. Diesen Grundsatzentscheid hat der ETH-Rat an einer Sitzung vom Mittwoch und Donnerstag gefällt. Die beiden ETHs sollen Massnahmen zur Abfederung erarbeiten sowie mit den Studierendenverbänden und Hochschulversammlungen Gespräche führen. Im Frühjahr wird der ETH-Rat eine Anhörung eröffnen.

Der Studentenverband der ETH Zürich, der VSETH, bezeichnet den Entscheid des ETH-Rats in einer Mitteilung als «fragwürdig». Es sei ein «finanzpolitisch motivierter» Entscheid gefällt worden.

Schlechtes Vorzeichen

Die Jungsozialisten (Juso) haben den Entscheid des ETH-Rates verurteilt. Man wehre sich dagegen, dass der Zugang zu Bildung immer mehr vom Portemonnaie der Studierenden oder Eltern abhänge, teilt die Juso mit. In den Augen der Jungpartei stellt die Erhöhung nicht nur die Chancengleichheit in der Bildung infrage, sondern sei auch ein schlechtes Vorzeichen für die Studiengebühren aller Hochschulen.

SDA/mw

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