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Fachkräfteinitiative: Ankündigung und Realität

Vor dem Jahr 2020 werden die vorgesehenen Massnahmen nicht greifen. Das ist viel zu spät.

Rief die Fachkräfteinitiative nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative wiederholt in Erinnerung: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Foto: Keystone
Rief die Fachkräfteinitiative nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative wiederholt in Erinnerung: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Foto: Keystone

Mit grossen Worten hat der Bund im August 2011 eine Fachkräfteinitiative angekündigt. Nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative rief Bundesrat Johann Schneider-Ammann sie wiederholt in Erinnerung. Mit Fug und Recht darf man heute fragen: Was hat sich in den letzten dreieinhalb Jahren konkret getan? Der Alarmbegriff vom «Fachkräftemangel» wird oft zur Rechtfertigung der Zuwanderung ins Feld geführt, aber er wird oft auch missverstanden und missbraucht. Der Fachkräftemangel ist nicht generell ein Akademikermangel. Zu wenig Fachkräfte haben wir bei ganz spezifischen Berufen, etwa bei Ärzten, Pflegefachkräften, Informatikern und Ingenieuren oder bei Fachpersonen mit höherer Berufsbildung wie Meistern und Technikern. Dieser Fachkräftemangel ist grösstenteils hausgemacht und selbst verschuldet, wie ein Blick auf die einzelnen Berufsfelder, wo es zu wenig Nachwuchs gibt, zeigt.

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