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Basler Fasnächtler trotzen Morgestraich-Verbot

Hunderte Menschen versammelten sich in der Innenstadt und feierten den Auftakt zur Fasnacht – trotz Absage wegen des Coronavirus.

Die Fasnächtler trafen sich auf dem Basler Marktplatz. Video: Leserreporter, Tamedia

In Basel haben sich am frühen Montagmorgen trotz der Coronavirus-bedingten Absage des Morgestraichs mehrere Hundert Menschen in die Innenstadt begeben. Nur Vereinzelte trugen jedoch ein Fasnachtskostüm.

Zahlreiche Menschen – viele von ihnen mit Kerzen – trafen sich auf dem Marktplatz, wie ein Reporter von Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Als das Rathaus-Glöcklein vier Uhr schlug, setzte ein Gejohle ein. In normalen Jahren beginnt exakt um diese Uhrzeit mit dem Morgestraich die Basler Fasnacht, die dieses Jahr wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt wurde.

Eine als Virus verkleidete Gruppe marschiert zum nicht stattfindenden Morgestraich durch die Stadt. Foto: Georgios Kefalas, Keystone
Eine als Virus verkleidete Gruppe marschiert zum nicht stattfindenden Morgestraich durch die Stadt. Foto: Georgios Kefalas, Keystone

Zu sehen waren vor dem Rathaus auch zwei Fasnächtler mit Steckenlaternen. Die Polizei markierte in Innenstadt Präsenz, schritt jedoch nicht ein. Ein Polizeifahrzeug folgte gar einem sogenannten «Schyssdräggziigli» aus drei Trommlern und einem Pfeifer, das musizierend vor dem Spiegelhof vorbeizog, dem Sitz der Basler Polizei.

Die Polizei war präsent, liess die Fasnächtler aber gewähren. Foto: Florian Bärtschinger
Die Polizei war präsent, liess die Fasnächtler aber gewähren. Foto: Florian Bärtschinger

Liestaler hielten sich nicht ans Verbot

Vor dem abgesagten Morgestraich hatten sich in Basel am Sonntag zahlreiche Cliquen getroffen – für einmal nicht zum traditionellen Einpfeifen, sondern zu einem Eintrinken, wie Medien berichteten. Nur vereinzelte Gruppierungen zeigten dabei ihre Laternen, die sie eigentlich am Morgestraich hätten präsentieren wollen.

Eine Fasnachtsclique mit Pfeifer und Trommlern. Foto: Florian Bärtschinger
Eine Fasnachtsclique mit Pfeifer und Trommlern. Foto: Florian Bärtschinger

Am Freitag hatte der Bundesrat sämtliche Veranstaltungen ab 1000 Personen vorerst bis zum 15. März verboten, betroffen ist davon auch die Basler Fasnacht.

Nicht an das bundesrätliche Verbot und weitere behördliche Anordnungen gehalten hatten sich am Sonntag Fasnächtlerinnen und Fasnächtler im Kanton Baselland. In der Folge erliess die Regierung des Landkantons für die Beizen in Liestal in Sissach ein Ausschankverbot, dass von Sonntag 19 Uhr bis Montag 6 Uhr früh galt.

Neben dem Morgestraich sind in Basel sämtliche weiteren Fasnachtsveranstaltungen abgesagt. Dies betrifft namentlich auch die beiden Umzüge von Montag- und Mittwochnachmittag. Auch die beliebten Schnitzelbänler dürfen nicht auftreten. An der Basler Fasnacht nehmen jeweils um die 12'000 Aktive teil. Verfolgt wird das Geschehen während den «drei scheenschte Dääg» von Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern.

(SDA)

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