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Freysinger verpasst im Wallis die Wiederwahl

FDP verdrängt SVP: Oskar Freysinger verliert seinen Sitz in der Walliser Regierung an den 37-jährigen Quereinsteiger Frédéric Favre.

Freysinger landete im ersten Wahlgang nur auf dem sechsten Platz: Freysinger schwitzt während des ersten Wahlgangs. (5. März 2017)
Freysinger landete im ersten Wahlgang nur auf dem sechsten Platz: Freysinger schwitzt während des ersten Wahlgangs. (5. März 2017)
Olivier Maire, Keystone
Landete beim ersten Wahlgang auf dem sechsten Platz: Der Walliser SVP-Regierungsrat Oskar Freysinger in Sion. (5. März 2017)
Landete beim ersten Wahlgang auf dem sechsten Platz: Der Walliser SVP-Regierungsrat Oskar Freysinger in Sion. (5. März 2017)
Olivier Maire, Keystone
Die SP-Kandidaten Esther Waeber-Kalbermatten und Stéphane Rossini.
Die SP-Kandidaten Esther Waeber-Kalbermatten und Stéphane Rossini.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Politisches Erdbeben im Wallis: SVP-Staatsrat Oskar Freysinger ist am Sonntag von den Walliserinnen und Wallisern abgewählt worden. Seinen Sitz eroberte die FDP mit ihrem politischen Quereinsteiger Frédéric Favre.

Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte des Kantons Wallis, dass ein amtierender Regierungsrat abgewählt worden ist. Freysinger wurde am Sonntag mit 42'520 Stimmen nur sechster und verpasste die Wahl um gut 2000 Stimmen. Der 57-Jährige fliegt somit nach vier Jahren aus der Walliser Regierung.

Quereinsteiger Frédéric Favre überrascht

Die neue Kantonsregierung wird in der nächsten Legislatur wieder aus drei CVP-, einer SP- und einer FDP-Vertretung bestehen. Mit den besten Resultaten gewählt wurde das CVP-Trio: Roberto Schmidt (neu) erhielt 59'616 Stimmen, Jacques Melly (bisher) 57'582 Stimmen und Christophe Darbellay (neu) 54'338 Stimmen. Darbellay und Schmidt ersetzen die zurücktretenden CVP-Regierungsräte Maurice Tornay und Jean-Michel Cina.

Ein sehr gutes Resultat erzielte auch die bisherige SP-Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten. Sie erhielt 53'990 Stimmen und platzierte sich vor Favre auf dem vierten Rang. Die grosse Überraschung dieser Wahlen ist der politische Quereinsteiger Frédéric Favre. Der Personalchef der Migros Wallis ist erst 37-jährig. Er wurde mit 44'644 Stimmen gewählt.

Der zweite SP-Kandidat, Stéphane Rossini, musste mit dem siebten und letzten Platz vorlieb nehmen. Der frühere Nationalratspräsident kam auf 40'429 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war mit gut 61 Prozent leicht höher als vor zwei Wochen, als sie 58 Prozent betragen hatte.

SDA/chi

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