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Gaskraft: Die Schweiz als Sonderfall

Unter den gegebenen Umständen ist die aktuelle Debatte um Gaskraftwerke eine Utopie. Denn: Betreiber von Schweizer Gaskraftwerken müssten dem Staat pro Tonne CO2 fünfmal mehr Geld abliefern als Betreiber in der EU.

Stillgelegtes Ölkraftwerk Chavalon im Wallis: Es ist das einzige grosse Kraftwerk in der Schweiz, das mit fossilen Stoffen betrieben wurde.
Stillgelegtes Ölkraftwerk Chavalon im Wallis: Es ist das einzige grosse Kraftwerk in der Schweiz, das mit fossilen Stoffen betrieben wurde.
Keystone

Die Diskrepanz ist gewaltig: Pro Tonne ausgestossenem CO2 müssen Betreiber von Gaskraftwerken in der EU zurzeit gerade mal 7 Euro abliefern. Zu diesem Preis wird ein Emissionsrecht für eine Tonne CO2 im europäischen Emissionshandelssystem gehandelt.

Diese CO2-Abgaben in der EU sind ein Klacks verglichen mit jenen, die Betreiber von Gaskombikraftwerken in der Schweiz für eine Tonne CO2 bezahlen müssten: Hierzulande dürfen nur 50 Prozent des ausgestossenen CO2 durch Emissionsminderungszertifikate im Ausland kompensiert werden. Die anderen 50 Prozent müssten die Schweizer Betreiber mit Zertifikaten im Inland kompensieren. Und diese inländische CO2-Kompensation ist sehr teuer. Ein inländisches Zertifikat für die Kompensation von einer Tonne CO2 kostet derzeit 50 bis 100 Franken.

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