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Gerhard Blocher nicht ins Schaffhauser Parlament gewählt

Bei den Parlamentswahlen im Kanton Schaffhausen hat die FDP eine Schlappe erlitten. Sie verlor im 60-köpfigen Kantonsrat drei Sitze. Ihren Höhenflug fortsetzen konnte dafür die Alternative Liste.

Nicht im Kantonsrat von Schaffhausen: Gerhard Blocher. (Archivbild)
Nicht im Kantonsrat von Schaffhausen: Gerhard Blocher. (Archivbild)
Keystone

Wie in kaum einem anderen Kanton verzeichnet die AL derzeit in Schaffhausen Erfolge. Im August erst war ihr Kandidat überraschend in den Schaffhauser Stadtrat gewählt worden. Jetzt, einen Monat später, verdoppelten die Alternativen im Kantonsparlament beinahe ihren Wähleranteil auf 7,48 Prozent und gewannen bei den Parlamentswahlen im Kanton Schaffhausen zwei Sitze hinzu.

Das links-grüne Lager geht somit leicht gestärkt aus diesen Wahlen hervor. Die SP verlor bei einem Wähleranteil von 21,08 Prozent rund 2 Prozentpunkte. Sie verfügt neu über 13 Sitze im Kantonsrat. Der verlorene Sitz der Sozialdemokraten ging jedoch an die Juso, die erstmals zu den Wahlen im Kanton Schaffhausen angetreten war.

FDP: Partei- und Fraktionspräsident abgewählt

Grosse Verliererin ist die FDP. Ihr Wähleranteil sank um 4,3 Prozentpunkte auf 14,98 Prozent. Sie verliert damit drei Sitze und ist neu nur noch mit neun Parlamentarierinnen und Parlamentariern vertreten. Abgewählt wurden sowohl der Parteipräsident als auch der Präsident der Fraktion.

Stärkste Partei im Schaffhauser Kantonsrat bleibt sie SVP mit einem Wähleranteil von 26,73 Prozent. Sie konnte ihre 16 Sitze halten und gewann sogar mit den erstmals angetretenen SVP Senioren einen Sitz dazu.

Dieser wurde an eine Kandidatin aus der Stadt Schaffhausen vergeben. Somit schaffte der prominente Kandidat aus Hallau, Christoph Blochers älterer Bruder Gerhard Blocher, den Sprung ins Parlament nicht. Und wie bei der FDP wurde auch bei der SVP der Parteipräsident abgewählt.

ÖBS verliert Fraktionsstärke

Während die AL mit ihrem Resultat Fraktionsstärke erreichte, verloren die Ökoliberalen diese am Sonntag. Die ÖBS verlor einen Sitz und verfügt neu nur noch über vier Sitze. Einen Sitz dazu gewonnen, hat dafür die EDU, die neu über zwei Sitze im Kantonsrat verfügt.

Ihre Sitze verteidigt haben am Sonntag die Jungfreisinnigen und die Junge SVP. Letztere sind weiterhin mit drei Mitgliedern im Kantonsrat vertreten, die JFSH mit zwei. Ihre drei Sitze halten konnte auch die CVP, die EVP verteidigte ebenfalls ihren Sitz.

Die Kantonsratswahlen in Schaffhausen wurden zum zweiten Mal nach dem System des doppelten Pukelsheim durchgeführt. Dieses Zuteilungsverfahren erhöht die Chancen für kleinere Parteien und Gruppierungen gewählt zu werden. Es ist jedoch immer erst ganz am Schluss klar, welche Partei in welchem Wahlkreis wie viele Sitze macht.

SDA/kpn

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