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Grosserfolg für die SVP im Oberwallis

Die SVP eroberte zwei Sitze in der Stadtregierung von Brig und zieht damit im Kanton erstmals in eine Stadt-Exekutive ein. Im Unterwallis legte sie nur wenig zu.

Im deutschsprachigen Kantonsteil errang die SVP fünf Sitze auf Kosten von CVP und CSP. Im französischsprachigen Kantonsteil aber, in Sitten, Siders und Martigny, verwehrte das Stimmvolk ihr den Einzug in die Stadtregierungen. Sie gewann bloss zwei Sitze in kleinen Gemeinden.

Im ganzen Kantonsgebiet hat die SVP jetzt rund 15 von insgesamt über 900 Sitzen in den Gemeinde-Exekutiven. Die Sitzgewinne der SVP gehen hauptsächlich zu Lasten der CVP, die rund zehn Sitze verlor, vor allem in kleinen Gemeinden.

Amherd vor Ursprung

In Brig trat die im letzten April gegründete Ortssektion der SVP erstmals zur Wahl an. Auf Anhieb eroberte sie nun einen Sitz in der siebenköpfigen Stadtregierung, insbesondere dank der Mitwirkung des ehemaligen CVP-Politikers Louis Ursprung, der seit dem Sommer als Parteiloser politisiert und auf der Liste SVP/Freie Wähler antrat.

Ursprung, der seit 20 Jahren in der Stadtregierung ist, erhielt über 1900 Stimmen, rund 300 Stimmen weniger als die bisherige Stadtpräsidentin und CVP-Nationalrätin Viola Amherd.

Der Erfolg der SVP in Brig geht auf Kosten von CVP und CSP. Mit nunmehr drei Sitzen, 2 CVP und 1 CSP, verlieren sie die absolute Mehrheit in der Stadtregierung. In der Briger Exekutive sitzen jetzt vier Frauen.

In Naters eroberte die SVP einen zweiten Sitz in der Exekutive auf Kosten der CSP. In Leukerbad, Gampel und Fiesch gewann sie je einen Sitz auf Kosten der CVP.

In Visp, wo die SVP keine Liste präsentierte, gibt es keine Änderung in der Parteienvertretung. Stadtpräsident und Ständerat René Imoberdorf wurde wiedergewählt.

Überraschung in Martigny...

Die FDP verlor bei den Walliser Gemeindewahlen vom Sonntag in ihrer Hochburg Martigny einen Sitz in der Stadtregierung verloren. Die bisherige Vize-Präsidentin Dominique Delaloye, die das Stadtpräsidium anstrebte, wurde nicht wiedergewählt.

Die FDP hat somit in der neunköpfigen Exekutive in der nächsten Legislatur noch fünf Sitze. Die CVP gewinnt den verlorenen Sitz der FDP. Die SP behält ihren Sitz, während die erstmals angetretene SVP den Einzug nicht schaffte.

Anne-Laure Couchepin Vouilloz, Tochter des Bundespräsidenten, wurde glanzvoll gewählt. Sie erreichte auf der FDP-Liste den zweiten Platz.

In Sitten und in Siders gibt es keine Veränderungen der Parteienvertretungen. Die SVP schafte den Einzug in die Exekutiven nicht. In Sitten behält die CVP die Mehrheit mit acht Sitzen, vor der PRL mit vier Sitzen und der Links-Allianz mit drei Sitzen.

Status quo ebenfalls in Monthey, wo die Exekutive neu 9 statt 15 Mitglieder zählt. Die Kräfteverhältnisse bleiben gewahrt mit 3 FDP, 3 CVP, 2 Entente und 1 Linke. Die erstmals angetretene SVP blieb erfolglos.

...und in Champéry

Die Überraschung des Tages gab es in Champéry, wo der bisherige Gemeindepräsident und ehemalige Grossratspräsident Georges Mariétan (CVP) die Wiederwahl nicht schaffte. An seiner Stlle wurde der frühere Korpskommandant Luc Fellay (Avenir champérolain) in die Exekutive gewählt.

In Anniviers schaffte der frühere Ständerat Simon Epiney (CVP) die Wahl mit über 100 Stimmen Vorsprung auf den Nächstplatzierten. Er ist damit positioniert für die Übernahme des Präsidiums der neu fusionierten Gemeinde.

SDA/bru

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