Haben auch Beamte vom Baukartell profitiert?

Mitarbeiter des Bündner Tiefbauamts wurden offenbar belohnt, wenn sie beim Kartell mitgewirkt haben.

Ausschreibungen manipuliert: Baustelle eines von der Weko gebüssten Bauunternehmens in Scoul. (26. April 2018) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Ausschreibungen manipuliert: Baustelle eines von der Weko gebüssten Bauunternehmens in Scoul. (26. April 2018) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Von den jahrelangen Absprachen über Preise und Auftragsvergaben der Baumeister in Graubünden sollen auch Angestellte des kantonalen Tiefbauamts profitiert haben. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Eingeweihte.

Beamte sollen als Gegenleistung für das Mitwirken am Kartell angeblich mit kostenlosen Bauarbeiten an privaten Liegenschaften oder mit Bargeld entschädigt worden sein. Die Firmen hätten im Wissen von Mitarbeitern des Tiefbauamts einen zu hohen Bedarf an Kies oder Asphalt für kantonale Bauprojekte veranschlagt. Der nicht benötigte Überschuss sei dann etwa für das Erstellen einer Mauer oder eines Parkplatzes eines privaten Bauherrn verwendet worden.

Das Material sei diesem ebenfalls verrechnet worden, womit es doppelt – sowohl vom Kanton als auch vom Privaten – bezahlt worden sei. Diesem Vorwurf solle nun die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zum Baukartell nachgehen.

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