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«Häufig klappt die Integration in der Oberstufe nicht mehr»

Therapiewahn an Schweizer Schulen? Sonderpädagogik-Expertin Beatrice Kronenberg sagt, wann die integrative Förderung von Sonderschülern Sinn macht. Und wie die Lehrer wirksam entlastet werden könnten.

«Vielen Kindern fehlen heute die Grundlagen für die Bewältigung des Alltags»: Blick in ein Schweizer Schulzimmer. (Archivbild)
«Vielen Kindern fehlen heute die Grundlagen für die Bewältigung des Alltags»: Blick in ein Schweizer Schulzimmer. (Archivbild)
Keystone

Frau Kronenberg, in den meisten Kantonen werden heute möglichst alle Schüler gemeinsam in der Regelschule unterrichtet. Integrieren statt Separieren: Macht das in jedem Fall Sinn? Nein, das ist nicht immer sinnvoll. Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz und dem Sonderpädagogik-Konkordat wurde aber die Beweislast umgekehrt: Früher musste begründet werden, warum die Regelklasse die bessere Lösung für ein Kind mit einer Behinderung ist. Heute muss gerechtfertigt werden, warum eine Sonderschulung geeigneter ist. Dieser Grundsatz bedeutet nicht, dass um jeden Preis integriert werden soll.

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