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Hat Magdici weiteren Häftlingen die Flucht angeboten?

Aufseherin Angela Magdici wollte offenbar nicht nur dem Vergewaltiger Hassan Kiko zum Ausbruch verhelfen. Das zumindest behaupten zwei Häftlinge.

Wurde kurz vor der Flucht in eine andere Abteilung versetzt: Gefängnis-Wärterin Angela Magdici.
Wurde kurz vor der Flucht in eine andere Abteilung versetzt: Gefängnis-Wärterin Angela Magdici.
Screenshot Facebook

Die Gefängnis-Wärterin Angela Magdici, die Anfang Februar mit dem wegen Vergewaltigung verurteilten Häftling Hassan Kiko aus dem Gefängnis Limmattal ins Ausland geflüchtet war, soll auch anderen Insassen des Gefängnisses im zürcherischen Dietikon die Flucht angeboten haben.

Das sagte ein Häftling in einer Einvernahme der Staatsanwaltschaft Mitte März, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Wenn ich in jener Nacht hätte fliehen wollen, hätte ich die Möglichkeit gehabt», soll er gesagt haben. Magdici habe in der Tatnacht mindestens drei Insassen die Flucht angeboten, erzählt ein anderer Häftling der Zeitung. Diese streitet die Vorwürfe jedoch vehement ab.

«Leitung wusste vom Techtelmechtel»

Doch damit nicht genug: Die beiden Häftlinge kritisieren auch die Gefängnis-Verantwortlichen: «Die Leitung hat das Techtelmechtel von Magdici und Kiko mitbekommen», sagt einer von ihnen zur «NZZ am Sonntag». Man habe Magdici aus diesem Grund ein paar Wochen vor der Flucht in eine andere Abteilung versetzt. Ein Höherer habe ihr Druck gemacht, ergänzt der andere Insasse.

«Wir dürfen uns dazu nicht äussern, und zwar aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt», heisst es beim kantonalen Amt für Justizvollzug zu den Vorwürfen.

Magdici und Kiko waren gemeinsam nach Italien geflüchtet. In einer Videobotschaft bezeichnete sie ihn als den «Mann meines Lebens». Gegen die Aufseherin läuft ein Verfahren wegen Entweichenlassens von Gefangenen. Im Gegensatz zu ihr machte sich der syrische Häftling mit dem Ausbruch aus dem Gefängnis nicht strafbar. Allerdings dürfte er seine Chance auf Hafterleichterung oder vorzeitige Entlassung verspielt haben.

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