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Heiratsstrafe-Entscheid stürzt CVP ins Homo-Ehe-Dilemma

Dass die Abstimmung über die Heiratsstrafe-Initiative wiederholt werden muss, ist für die CVP ein wichtiger Sieg. Doch nun droht der Partei ein neuerlicher Streit über die Homo-Ehe.

Zurück zum Start: Die Unterschriften für die Heiratsstrafe-Initiative wurden am 5. November 2012 eingereicht – im Zentrum der damalige CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Zurück zum Start: Die Unterschriften für die Heiratsstrafe-Initiative wurden am 5. November 2012 eingereicht – im Zentrum der damalige CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Er greift sich in die Haare. Blickt sich hastig um. Dann platzt es aus ihm heraus. «Ich kann es kaum glauben! Gewonnen!» Pirmin Bischof verliert gestern um 12.45 Uhr auf der Treppe vor dem Bundesgericht in Lausanne ein klein wenig die Fassung.

Kein Wunder. Er, solider CVP-Ständerat und Rechtsanwalt, und ein halbes Dutzend Parteikollegen haben soeben Geschichte geschrieben. Das Bundesgericht hat ihre Beschwerden gegen die Volksabstimmung über die Heiratsstrafe-Initiative gestützt und den Urnengang vom 28. Februar 2016 annulliert. Das gab es seit der Gründung des Bundesstaats im Jahr 1848 noch nie.

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