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«Ich habe keinen Kampfplan»

Christoph Blochers umstrittener Bruder Gerhard kandidiert in Schaffhausen für den Kantonsrat. Dort würde er kein Blatt vor den Mund nehmen, kündigt er im Gespräch mit Redaktion Tamedia an.

Hat mit seinen Aussagen eine Kontroverse ausgelöst: Gerhard Blocher. (Archivbild)
Hat mit seinen Aussagen eine Kontroverse ausgelöst: Gerhard Blocher. (Archivbild)
Keystone

Am 23. September wählen die Schaffhauserinnen und Schaffhauser die Mitglieder des Kantonsrats – und die Kandidatenliste hält eine Überraschung bereit: Gerhard Blocher, der in Hallau lebende Bruder von Nationalrat Christoph Blocher, tritt für die SVP-Senioren an.

Der 78-jährige Rentner ist eine kontroverse Figur: Mit verbalen Entgleisungen brüskierte er in den letzten Jahren mehrmals die politischen Gegner seines Bruders und sorgte damit für Empörung. So bezeichnete er etwa in einer Reportage des Schweizer Fernsehens das Bundeshaus als «Sauladen». In dieser «Festung mit dicken Mauern» bleibe seinem Bruder als letztes Mittel der «blutige Nahkampf», holte der ehemalige Pfarrer zum verbalen Rundumschlag aus. Seine Kriegsrhetorik unterstrich er effektvoll mit einem plötzlich gezückten Sackmesser. Mit seinen kurz vor den Bundesratswahlen 2007 ausgestrahlten Tiraden dürfte er seinem Bruder einen Bärendienst erwiesen haben. Dieser wurde wenige Tage später abgewählt.

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