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Immer mehr kleine Haushalte in der Schweiz

Die Zahl der Privathaushalte in der Schweiz ist seit 2000 um 14 Prozent gewachsen. Vor allem die kleinen Haushalte mit ein oder zwei Personen legten stark zu. Erstmals liegen auch Zahlen zu den Patchworkfamilien vor.

In den zehn Jahren seit 2000 haben sich die Schweizer immer mehr zu Einzelgängern entwickelt – zumindest was das Wohnen angeht. Die Zahl der kleinen Haushalte hat kräftig zugelegt. Zum ersten Mal wurde die Wohnsituation von Patchworkfamilien analysiert.

Diese so genannten Fortsetzungsfamilien, bei denen ein Elternteil oder beide Eltern Kinder aus einer früheren Partnerschaft mitbringen, machen 5,7 Prozent der Familienhaushalte mit Kindern unter 25 Jahren aus. Das zeigen die Ergebnisse der Strukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik.

Zahl der grösseren Haushalte rückläufig

Die Kleinhaushalte mit einer Person nahmen bis 2010 seit der Volkszählung 2000 um 18 Prozent auf 1,27 Millionen zu, jene mit zwei Personen um 19 Prozent auf 1,14 Millionen. Die Zahl der Haushalte mit drei Personen erhöhte sich um 15 Prozent auf gut 460'000, jene mit vier Personen um 1 Prozent auf knapp 430'000. Die Anzahl grösserer Haushalte ist rückläufig (-4%).

Kaum verändert hat sich in den letzten zehn Jahren die durchschnittliche Haushaltsgrösse. Sie betrug 2010 gesamtschweizerisch 2,21 Personen pro Haushalt, gegenüber 2,29 im Jahr 2000. Die Bandbreite reicht von 1,9 Personen in Basel-Stadt bis zu 2,59 Personen in Appenzell Innerrhoden.

Familienhaushalte in der Mehrzahl

Familienhaushalte machen mit rund 60 Prozent die Mehrheit aller 3,5 Millionen Haushalte aus. Dazu zählen Paare ohne und solche mit Kindern, die je etwas mehr als ein Viertel (27,9% bzw. 26,0%) stellen. 5,4 Prozent der Haushalte bestehen aus einem Elternteil mit einem oder mehreren Kindern. Die Einpersonenhaushalte kommen auf einen Anteil von 36,4 Prozent.

Bei den Familienhaushalten mit Kindern sind fast 80 Prozent Erstfamilien, also Familien, in denen im Gegensatz zu den Patchworkfamilien nur gemeinsamer Nachwuchs im Haushalt lebt. Allein lebende Mütter und Väter umfassen 15 Prozent aller Familien mit Kindern unter 25 Jahren. Bei den allein lebenden Eltern stellen die Mütter den weitaus grössten Teil (85%).

SDA/wid

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