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Indien und Saudiarabien besorgt über Sicherheit in Genf

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hatte diese Woche ihre Sorge über die verschlechterte Sicherheitslage in Genf geäussert. Internationaler Druck soll zur Intervention aus Bern geführt haben.

Schlechte Sicherheitslage: Polizisten in Genf.
Schlechte Sicherheitslage: Polizisten in Genf.
Keystone

Die Intervention von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey bei der Genfer Regierung bezüglich Sicherheitslage in der Rhonestadt ist nach internationalem Druck zustandegekommen. Nach Einbrüchen in ihren Genfer Konsulaten intervenierten sowohl die indische als auch die saudiarabische Regierung in Bern, wie Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen.

Neben den beiden Ländermissionen wurde auch diejenige der Arabischen Liga jüngst Opfer eines Einbruchs. Im Brief an die Genfer Sicherheitsdirektorin Isabel Rochat spricht die Aussenministerin diese Vorfälle auch an. Bereits heute bezieht die UNO-Stadt vom Bund 16,1 Millionen für Sicherheitsaufwendungen, wie die «Sonntagszeitung» weiter schreibt. Keine andere Stadt erhält mehr Zuwendungen. Bern fordert daher Klarheit darüber, wie das Geld verwendet werde.

Genf verzeichnet die höchste Kriminalitätsrate aller Schweizer Städte. Gemäss der polizeilichen Kriminalitätsstatistik kam es letztes Jahr zu 179 Delikten pro 1000 Einwohner. Das ist weit höher als in Zürich, Bern oder Basel.

Angriff auf Diplomatensohn

Der Angriff auf den Sohn eines amerikanischen UN-Diplomaten in Genf hatte diese Woche für Unruhe gesorgt. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hatte in der Folge gegenüber den Genfer Behörden ihre Sorge über die Verschlechterung der dortigen Sicherheitslage geäussert. Schweizer Medienberichten zufolge hatten Angreifer den Diplomatensohn zusammengeschlagen und versucht, ihn in die Rhone zu werfen. Der Vorfall hat die Sorge der diplomatischen Gemeinde in Genf über die Zunahme an Überfällen und Einbrüchen in der Stadt weiter erhöht.

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