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JSVP-Politiker tritt wegen Nazi-Tattoo zurück

Stève Cao trat am Freitag von seinem Amt als Neuenburger JSVP-Präsident zurück. Grund dafür ist ein Nazi-Tattoo auf seinem rechten Arm.

Rechtsextreme auf dem Rütli am 1. August 2012.
Rechtsextreme auf dem Rütli am 1. August 2012.
Sigi Tischler, Keystone
SVP-Präsident Albert Rösti zeigte sich schockiert über den Fall.
SVP-Präsident Albert Rösti zeigte sich schockiert über den Fall.
Peter Schneider, Keystone
Benjamin Fischer, Präsident der JSVP Schweiz, distanziert sich von Cao.
Benjamin Fischer, Präsident der JSVP Schweiz, distanziert sich von Cao.
Anthony Anex, Keystone
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Der Präsident der Jungen SVP Neuenburg, Stève Cao, ist laut Meldungen der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» von all seinen Ämtern zurück- und aus der Partei ausgetreten. Grund dafür ist seine Nähe zum Rechtsextremismus.

Cao trägt auf dem rechten Unterarm eine Tätowierung mit dem Leitspruch der nationalsozialistischen Schutzstaffel (SS). «Meine Ehre heisst Treue», steht dort.

Cao bezeichnete die Tätowierung als eine Jugendsünde, die er längst habe entfernen wollen. Er habe das Tattoo schon länger entfernen wollen, konnte sich aber die teure Operation nicht leisten. Seinem Profil auf der Seite smartvoteist zu entnehmen, dass er selbstständiger Tätowierer ist.

Die Fehler seiner Vergangenheit habe er erkannt und dem rechtsextremen Gedankengut und dem Hass abgeschworen, wird Cao in der Zeitung zitiert.

SVP-Präsident Rösti distanziert sich

Wie ernst Cao das meint, ist aber unklar: Erst vor wenigen Wochen klickte der Neuenburger auf Facebook auf den «Gefällt mir»-Knopf einer Neonazi-Band.

SVP-Präsident Albert Rösti zeigte sich schockiert über den Fall: «Rechtsextremes Gedankengut hat absolut keinen Platz in unserer Partei, das ist nicht tolerierbar», so Rösti.

Auch Benjamin Fischer, Präsident der Jungen SVP Schweiz, distanzierte sich von Cao: Die SVP stehe für Demokratie und nationalsozialistischen Tendenzen haben bei der Partei nichts zu suchen, sagt Fischer.

SDA/fur

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