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Kein betrogener Staat wird der Schweiz noch vertrauen

Dank Geräten einer Schweizer Firma hörten CIA und BND Dutzende Länder ab. Das Parlament muss die Affäre aufklären.

MeinungThomas Knellwolf
In den Fokus der Politik gerückt: Logo des Chiffriergeräte-Herstellers Crypto am ehemaligen Hauptsitz in Steinhausen im Kanton Zug (Februar 2015). Foto: Urs Flüeler (Keystone)
In den Fokus der Politik gerückt: Logo des Chiffriergeräte-Herstellers Crypto am ehemaligen Hauptsitz in Steinhausen im Kanton Zug (Februar 2015). Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Es ist eine der grössten Spionageoperationen der Geschichte. Ihr Einfluss auf den Gang der Welt war enorm und reicht bis in die Gegenwart. US- und deutsche Geheimdienste haben ein halbes Jahrhundert lang die halbe Welt hintergangen – effizient, clever, unverfroren.

Ihr perfektes Geschäftsmodell: Über die Schweizer Sicherheitstechnikfirma Crypto AG drehten sie vielen Staaten für teures Geld manipulierte Chiffriermaschinen an. Fortan erfuhren sie in Echtzeit, was die nichts ahnenden Käufer an höchstsensiblen Informationen austauschten. Die abgefangene Kommunikation nutzten sie vielseitig: von der Aufklärung von Attentaten bis zur Tötung gegnerischer Soldaten. Vieles machte die Welt zu einem besseren Ort, anderes zu einem schlechteren.

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