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Keine Träne für Steuerflüchtlinge

Manche Gemeinden an der Zürcher Goldküste nehmen heute mehr Steuern ein als früher – weil etliche Pauschalbesteuerte weggezogen sind. Und die, die blieben, werden nun ordentlich besteuert.

Nach der Abschaffung der Pauschalsteuer sind bei keiner Gemeinde an der Goldküste die Steuereinnahmen gesunken. Foto: Keystone
Nach der Abschaffung der Pauschalsteuer sind bei keiner Gemeinde an der Goldküste die Steuereinnahmen gesunken. Foto: Keystone

In der Goldküstengemeinde Küsnacht lebten einst 19 Personen, die pauschal besteuert wurden. Seit 2009, seit die Zürcher Stimmenden diese Art der Besteuerung abgeschafft haben, ist eine nach der anderen weggezogen, 13 sind bis heute gegangen. Gemeindepräsident Markus Ernst, ein Freisinniger, sagt: «Wir weinen ihnen keine Träne nach.» Auf Leute, die einzig wegen der tiefen Steuern zuzögen, könne man verzichten. «Küsnacht hat mehr zu bieten.» Auch finanziell schmerzt der Abgang nicht. Die sechs Verbliebenen, die nun ordentlich besteuert werden, zahlen 20 Prozent mehr als früher alle 19 Pauschalbesteuerten zusammen.

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