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Kinder sollen keine Prämien mehr bezahlen

Das Parlament will Familien, die mehr als acht Prozent ihres Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben müssen, entlasten. Kinder bis 18 Jahre sollen laut einem Bericht deshalb künftig gratis versichert werden.

Geht vielleicht bald gratis zum Doktor: Ein Kind wird von einem Hausarzt untersucht. (Archivbild)
Geht vielleicht bald gratis zum Doktor: Ein Kind wird von einem Hausarzt untersucht. (Archivbild)

Die Krankenkassenprämien werden auch im nächsten Jahr wieder steigen. Wenige Tage vor der Bekanntgabe der neuen Tarife hat sich die zuständige Subkommission des Nationalrats laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar) darauf geeinigt, dass Familien mehr finanziellen Spielraum bekommen. Konkret sollen Haushalte, welche heute mehr als 8 Prozent ihres Einkommens für die Krankenkasse ausgeben, keine Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mehr bezahlen müssen.

Von dieser Regelung würden gemäss Berechnungen des Bundesamts für Gesundheit 1,2 Millionen Kinder profitieren – 500'000 mehr also als die 700'000, die bereits heute von einer staatlichen Prämienverbilligung profitieren. Die bestverdienenden 20 Prozent der Schweizer Haushalte sollen vom Prämienerlass laut dem Bericht generell ausgenommen werden.

Bund müsste 1 Milliarde hinblättern

Für den Bund würden daraus laut dem Bericht rund eine Milliarde Franken Kosten pro Jahr entstehen – zusätzlich zu den 4,1 Milliarden Franken, die er heute schon in Form von Prämienverbilligungen ausgibt. Wie er diese Zusatzausgaben finanzieren will, ist laut der «NZZ am Sonntag» noch unklar. Zur Debatte stünden eine Erhöhung der Mehrwertsteuer oder die Überwälzung auf die Prämien der Erwachsenen. Anfang 2013 will die parlamentarische Kommission einen umfassenden Bericht zur Reform und deren Finanzierung vorlegen.

Das Bundesamt für Gesundheit steht den Plänen zur Entlastung von Kindern wohlwollend gegenüber, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Eine klare Präferenz in der Frage der Finanzierung habe bereits die SP: Nationalrätin und Gesundheitspolitikerin Jacqueline Fehr spricht sich für eine Erhöhung der direkten Bundessteuer aus. Denn die Schweizer finanzierten ihr Gesundheitswesen viel weniger stark über direkte Steuern als andere europäische Länder.

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