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Kindesmissbrauch: Gefährdungsmeldung soll zur Pflicht werden

Vom Recht zur Pflicht. Der Bundesrat will, dass auch Ergotherapeuten oder Kita-Mitarbeitende Gefährdungen von Kindern an die Kinderschutzbehörden melden müssen. Der Gesetzesentwurf ist umstritten.

Wer beruflich mit Kindern zu tun hat und einen Missbrauch vermutet, soll dies der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) melden müssen.
Wer beruflich mit Kindern zu tun hat und einen Missbrauch vermutet, soll dies der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) melden müssen.
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Erneut ein trauriger Rekord. Die Zahl der registrierten Fälle von Kindesmissbrauch steigt stetig an. 2014 waren es 1405, ein Jahr zuvor 1292. Das sind die Zahlen aus 21 von insgesamt 26 Kinderkliniken, die die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie erfasste. Ein Grund für die Zunahme ist gemäss dem Bericht auch, dass mehr Fachpersonen auf Kindesmissbrauch sensibilisiert sind und daher häufiger Meldung erstattet haben. Doch was bleibt, ist eine Dunkelziffer. Diese gibt nun den Ausschlag für einen Gesetzesentwurf, der heute in der Sondersession des Nationalrats behandelt wird.

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