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Konservative verlieren im Kampf um Adoptionen

Der Ständerat will auch homosexuellen Paaren die Stiefkind­adoption erlauben. Aus Sicht der Konservativen ist das der Dammbruch: Mit künstlich gezeugten Kindern ­kämen auch ­lesbische und schwule Paare zu gemeinsamen Kindern.

Auf verlorenem Posten: Der Walliser CVP-Ständerat Beat Rieder.
Auf verlorenem Posten: Der Walliser CVP-Ständerat Beat Rieder.
Keystone
Zu den Gewinnern gehörten die Ständerate Damian Müller (FDP, kniend) und Claude Janiak (SP).
Zu den Gewinnern gehörten die Ständerate Damian Müller (FDP, kniend) und Claude Janiak (SP).
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Es ist das letzte grosse hetero­sexuelle Privileg: Nur Ehepaare können gemeinsam Kinder adoptieren. Schwulen und lesbischen Paaren untersagt der Staat die Adoption auch dann, wenn sie in der eheähnlichen eingetragenen Partnerschaft leben. Davon wollen Bundesrat und Parlament nun teilweise abrücken: Gleichgeschlechtliche Paare dürfen zwar weiterhin keine fremden Kinder adoptieren, dafür soll ihnen die Stiefkind­adoption erlaubt werden. Das heisst, dass das leibliche Kind des einen Partners vom anderen adoptiert werden kann. Dies jedoch nur, wenn alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, die bei Adoptionen streng genug sind: Der Staat überprüft in jedem Fall, ob die Eltern finanziell, «erzieherisch» und auch sonst in der Lage sind, Kinder zu haben.

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