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Kranker Fifa-Funktionär muss in Haft bleiben

Rafael Esquivel hat hinter Gittern stark an Gewicht verloren. Das Bundesstrafgericht will ihn aber nicht vorzeitig entlassen.

Sein Gesuch wurde abgelehnt: Fifa-Funktionär Rafael Esquive. (10. Mai 2012)
Sein Gesuch wurde abgelehnt: Fifa-Funktionär Rafael Esquive. (10. Mai 2012)
Miguel Gutierrrez, Keystone

Der Fifa-Funktionär Rafael Esquivel bleibt trotz seiner gesundheitlichen Probleme wegen Fluchtgefahr in Haft. Das Bundesstrafgericht hat das zweite Haftentlassungsgesuch des Venezolaners abgewiesen. Er bleibt bis zu seiner Auslieferung an die USA hinter Gittern.

Vor der amerikanischen Justiz muss sich Rafael Esquivel wegen Korruption verantworten. Ihm droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren. Im am Montag publizierten Urteil lehnt das Bundesstrafgericht die Freilassung von Esquivel kategorisch ab.

Viel Gewicht verloren

Wie bereits in seinem ersten Haftentlassungsgesuch führte Esquivel sein Alter und seinen Gesundheitszustand ins Feld. Er hat stark an Gewicht verloren und leidet psychisch unter der Haft. Er bekundet Probleme damit, mit Kleinkriminellen eingesperrt zu sein, die grösstenteils kein Spanisch verstehen.

Esquivel lebte mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Venezuela, und hat in den Vereinigten Staaten und Spanien Vermögen. Als Präsident des venezolanischen Fussballverbandes und Vizepräsident des Exekutivkomitees der Südamerikanischen Fussball-Konföderation (Conmebol) verfügt der 69-Jährige über ein breites Beziehungsnetz.

Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat Ende September die Auslieferung von Esquivel an die Vereinigten Staaten bewilligt. Dieser wurde am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren Fifa-Funktionären in Zürich festgenommen. Im Oktober hatte das Bundesstrafgericht das erste Haftentlassungsgesuch abgelehnt.

SDA/dia

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