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Kritik am Einerticket der Tessiner FDP wächst

Ignazio Cassis soll den Posten des abtretenden Bundesrats übernehmen. Dagegen regt sich nun Widerstand.

Alles auf eine Karte: Ignazio Cassis wurde von der Tessiner FDP-Spitze als einziger Bundesratskandidat vorgeschlagen. So seien die Chancen für einen Tessiner Kandidaten am höchsten.
Alles auf eine Karte: Ignazio Cassis wurde von der Tessiner FDP-Spitze als einziger Bundesratskandidat vorgeschlagen. So seien die Chancen für einen Tessiner Kandidaten am höchsten.
Thomas Egli
Ich schwöre es: In der Sommersession 2007 wurde Ignazio Cassis als Nationalrat vereidigt.
Ich schwöre es: In der Sommersession 2007 wurde Ignazio Cassis als Nationalrat vereidigt.
Monika Flueckiger, Keystone
Achillesferse: Die vielen Mandate, besonders im Gesundheitsbereich sorgen immer wieder für scharfe Kritik am engagierten Arzt. Dies brachte ihm den Übernamen «Kranken-Cassis» ein.
Achillesferse: Die vielen Mandate, besonders im Gesundheitsbereich sorgen immer wieder für scharfe Kritik am engagierten Arzt. Dies brachte ihm den Übernamen «Kranken-Cassis» ein.
Peter Klaunzer, Keystone
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Bei den Tessiner Freisinnigen regt sich Widerstand gegen den Antrag der Parteispitze, den Nationalrat Ignazio Cassis als einzigen Kandidaten ins Rennen zu schicken, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» und die «Ostschweiz am Sonntag» berichten.

Um den Sitz nicht wieder an die Westschweiz zu verlieren, müsse die Südschweiz zwei Kandidaten aufstellen, fordern Tessiner FDP-Exponenten. Der ehemalige Kantonalpräsident Pier Felice Barchi schlägt darum ein Dreierticket mit Cassis, der ehemaligen National- und Staatsrätin Laura Sadis und dem amtierenden Finanzdirektor Christian Vitta vor.

«Ich bin für drei Kandidaten, schliesslich sind wir in einer liberalen Partei, nicht in einer sozialistischen.» Mit dieser Strategie habe bereits Nello Celio (1914-1995) die Wahl in den Bundesrat geschafft.

Cassis' Frau gegen Kandidatur

Cassis, der gemäss eigener Aussage bei einer Wahl zehn Jahre im Bundesrat bleiben will, äussert sich im «SonntagsBlick» diplomatisch zur Kritik an der Parteispitze: «Ich glaube, jede Strategie wäre kritisiert worden. Die Kantonalpartei hat ihre Strategie gewählt, da war ich nicht involviert.» Zudem verrät er, dass seine Frau von seiner Kandidatur nicht begeistert sei: «Aber sie sagte mir: ‹Ich sehe, wie begeistert du von dieser Kandidatur bist. Also unterstütze ich dich.› Es war fast eine Liebeserklärung.»

Laut der «NZZ am Sonntag» gefällt sich Cassis in der Rolle des Kronfavoriten. Doch er mache sich auch Sorgen, so früh als Kandidat aufzutauchen, erklärte er.

Wahrscheinlich ist, dass auch die Romandie noch jemanden ins Rennen schickt. Im Vordergrund steht eine Frauenkandidatur möglicherweise mit der Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret. Als potenzielle Kandidaten gehandelt werden auch die Regierungsräte Jacqueline de Quattro (VD) und Pierre Maudet (GE).

SDA/roy

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