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«Man darf alten Menschen Leistung nicht absprechen»

Stabhochsprung mit 70, Marathon mit 80 Jahren: Senioren treiben immer mehr Wettkampfsport. Muss das sein? «Nein, aber ich würde auch nicht generell davon abraten», sagt Achim Conzelmann, ­Experte für Sport im Alter.

«Ich möchte nicht, dass man Menschen verurteilt oder belächelt, die sich im Alter noch gern sportlich messen», erläutert Achim Conzelmann (58) in seinem Büro an der Uni Bern.
«Ich möchte nicht, dass man Menschen verurteilt oder belächelt, die sich im Alter noch gern sportlich messen», erläutert Achim Conzelmann (58) in seinem Büro an der Uni Bern.
Beat Mathys

Herr Conzelmann, wozu braucht es Seniorenwettkämpfe?Achim Conzelmann: Aus demselben Grund, weshalb auch Wettkämpfe für Jüngere angeboten werden. Weil sich manche Menschen gern mit Gleichgesinnten im sportlichen Wettkampf messen. Und es werden auch bei den Älteren immer mehr.

Aber Hand aufs Herz: Wenn ein 100-Jähriger mit dem Rollator zum Diskuswerfen antritt, wie im Dokfilm «Herbstgold», ist das doch irgendwie lächerlich.Das kann man so sehen. Fakt ist aber, dass die grosse Masse der antretenden Seniorinnen und ­Senioren sehr beachtliche sportliche Resultate erbringt, bloss werden diese Menschen medial kaum beachtet. Die Medien fokussieren meist auf den einen 100-Jährigen am Rollator, was mit ein Grund ist, weshalb Seniorenwettkämpfe von manchen immer noch belächelt werden.

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