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Massiv mehr Geld statt kurze Freiheitsstrafen

Mit der Einführung des neuen Sanktionssystems in der Schweiz sind die kurzen Freiheitsstrafen im vergangenen Jahr zugunsten der Geldstrafen stark zurückgegangen.

Bedingte Freiheitsstrafen unter sechs Monaten gab es fast keine mehr, und die unbedingten gingen um 77 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Die bedingte Geldstrafe wurde gemäss der Strafurteilsstatistik 2007 am häufigsten verhängt. In 85 Prozent der rund 83'000 Verurteilungen war die Hauptstrafe eine Geldstrafe, wobei sie in 88 Prozent der Fälle bedingt ausgesprochen wurde. Meistens war diese Strafe aber mit einer Busse verbunden, die bezahlt werden muss.

In neun Prozent der Verurteilungen erging die Hauptstrafe als Freiheitsstrafe, in knapp vier Prozent als gemeinnützige Arbeit. Insgesamt gingen die Verurteilungen um 17 Prozent zurück. Laut BFS hat das unter anderem mit einem Rückgang bei der Strafverfolgung von Widerhandlungen gegen das Gesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer zu tun. Zudem führe das neue System dazu, dass weniger Übertretungen ins Strafregister eingetragen werden müssen.

AP/sam

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