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«Mir fehlen die Worte»

Verteidigungsminister Ueli Maurer hat am Sonntag bei seiner Israel-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht.

Freundschaftliches Treffen: Shimon Peres und Ueli Maurer in Jerusalem.
Freundschaftliches Treffen: Shimon Peres und Ueli Maurer in Jerusalem.
Keystone
Smalltalk: Der Staatspräsident und der Verteidigungsminister tauschen sich aus.
Smalltalk: Der Staatspräsident und der Verteidigungsminister tauschen sich aus.
Keystone
Zeichen des Mitgefühls: Der Verteidigungsminister legt einen Kranz nieder.
Zeichen des Mitgefühls: Der Verteidigungsminister legt einen Kranz nieder.
Keystone
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Während gut einer Stunde schritt Maurer schweigend die Säle des Museums ab. Er erhielt dabei Erklärungen in deutscher Sprache. Offensichtlich betroffen betrachtete Maurer die Platten, auf denen Aufnahmen des Genozids an den Juden zwischen 1939 und 1945 zu sehen sind. In der «Halle der Erinnerung» zündete er die Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust wieder an und legte einen Blumenkranz nieder. «Mir fehlen die Worte», sagte Maurer, als er aus der Halle trat.

Anschliessend schrieb der Bundesrat in einer kleinen Zeremonie die Worte «Nie wieder!» in das Ehrenbuch des Museums. Maurer war schon mehrfach in Israel gewesen, doch die Yad-Vashem-Gedenkstätte besuchte er zum ersten Mal.

Kein neuer Rüstungsvertrag geplant

Am Sonntagmorgen hatte sich der Bundesrat kurz mit Israels Staatschef Shimon Peres getroffen. Am Sonntagnachmittag stand zudem die Besichtigung zweier Militärbasen in Nord- und Zentralisrael auf dem Programm. Maurer will sich auf seiner umstrittenen Reise am Montag auch zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Ehud Barak treffen.

Ein neuer Rüstungsvertrag mit Israel steht dabei nicht zur Debatte. «Im Moment haben wir kein Geld, aber wir prüfen die weitere Entwicklung von israelischen Waffensystemen, die wir bereits haben», hatte der Verteidigungsminister am Freitagabend gegenüber Journalisten in der Schweizer Botschaft in Tel Aviv erklärt.

Er werde in Israel «Diskussionen über Sicherheitsfragen und militärische Angelegenheiten führen, insbesondere über Logistik und Informatik», sagte Maurer. Er betonte, dass er von Israel eingeladen worden sei - «einem befreundeten Staat» - und dass er die Reise «mit Einwilligung des Gesamtbundesrats» mache.

SDA/raa

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