Zum Hauptinhalt springen

Mittelstand fühlt sich von Parteien nicht vertreten

Am ehesten nehmen Wähler laut einer Umfrage die SVP als Verteidigerin der Mittelstandsinteressen wahr. Den aktuellen Linkskurs der SP sehen sie kritisch.

In einer Umfrage konnten 23 Prozent der Wähler keine Partei angeben, die die Interessen des Mittelstandes vertritt.
In einer Umfrage konnten 23 Prozent der Wähler keine Partei angeben, die die Interessen des Mittelstandes vertritt.
Gian Ehrenzeller, Keystone

Der Mittelstand fühlt sich politisch allein gelassen. Das zeigt eine Umfrage der Sonntagszeitung, die im Rahmen der tamedia Nachbefragung zur letzten Abstimmung durchgeführt wurde. 23 Prozent der Befragten konnten keine Partei nennen, welche die Interessen des Mittelstandes vertreten würde.

Am ehesten nehmen die Wähler die SVP als Verteidigerin der Mittelstandsinteressen war. 23 Prozent sehen die Volkspartei als Mittelstandspartei. Im Vergleich mit deren Wähleranteil von fast 30 Prozent ist das allerdings bescheiden.

Kritik am Linkskurs der SP

Überraschend gut ist dagegen das Renommee der SP im Mittelstand. 19 Prozent sehen sie als Vertreterin des Mittelstandes. Das entspricht ziemlich genau ihrem Wähleranteil. Der aktuelle Linkskurs verbunden mit klassenkämpferischer Rhetorik kam bei den Befragten weniger gut an.

In der gleichen Umfrage begrüssten nur gerade 16 Prozent die Ausrichtung nach links und zeigten sich damit einverstanden, denn es sei immer noch Aufgabe der SP gegen die Macht des Kapitals zu kämpfen.

37 Prozent meinten: «Das sind alte Parolen, bedeuten aber nichts. Wichtig sind die Vorschläge, die die Partei macht.» Für 29 Prozent sind es alte Zöpfe, «das interessiert heute niemanden mehr». 18 Prozent meinten gar, das sei ein Skandal, es zeige, dass die SP «unser System umstürzen will».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch