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Nach Streit entsteht neue Freitod-Organisation in Basel

Nach einer Auseinandersetzung mit der Freitodaktivistin Erika Preisig hat ihr Bruder eine eigene Sterbehilfeorganisation gegründet.

Der neue Verein will mit schlanken Strukturen arbeiten und auf PR verzichten: Das Pulver Pentobaribital. (Archivbild)
Der neue Verein will mit schlanken Strukturen arbeiten und auf PR verzichten: Das Pulver Pentobaribital. (Archivbild)
Alessandro Della Bella, Keystone

In der Deutschschweiz ist die fünfte Freitodorganisation entstanden: Die Pegasos Swiss Association hat ihren Sitz in Basel und das Sterbezimmer in Liestal. Der Non-Profit-Verein will mit möglichst schlanken Strukturen und unkomplizierter Bürokratie arbeiten und auf PR verzichten, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

Präsident der neuen Suizidhilfe ist Ruedi Habegger, der Bruder der Freitodaktivistin Erika Preisig. Er hat acht Jahre für ihre Sterbehilfeorganisation Eternal Spirit gearbeitet. Dann kam es laut der Zeitung zum Streit und er hat seinen eigenen Verein gegründet – offenbar hinter dem Rücken der Schwester, was sie ihm übel nehme.

Gleicher Standort

Der «Schweiz am Wochenende» sagte Preisig, sie störe sich vor allem daran, dass er am gleichen Standort in einem Liestaler Gewerbegebiet sein Sterbezimmer eingerichtet hat. Sie wolle deshalb Liestal und «am besten gleich auch den Kanton» verlassen.

Habegger habe den Verein in bester Absicht gegründet, weil er das Angebot aufrechterhalten wolle, nachdem seine Schwester einen Mitgliederstopp verhängt habe, sagte er der Zeitung. Der Stress um einen Strafprozess habe sie krank gemacht, sie habe sich schonen müssen.

Die Geschichte wiederholt sich: Die Gründung von Pegasos ist bereits die dritte Abspaltung in Folge. Zuerst gab es in der Deutschschweiz nur Exit, dann spaltete sich 1998 Dignitas ab. 2012 trennte sich Preisig von Dignitas und machte sich selbstständig. Nun ist ihr Bruder am Zug.

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