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Nigerianer kritisieren Schweizer Hilfsprojekt

Mit 1,5 Millionen Franken wollte der Bund Lehrlinge in Nigeria ausbilden. Nach drei Jahren wird das Projekt abgebrochen. Die Bilanz fällt katastrophal aus.

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Das Projekt hat keine Zukunft: Frauen in Nigeria, die zu Mechanikerinnen ausgebildet werden.
Das Projekt hat keine Zukunft: Frauen in Nigeria, die zu Mechanikerinnen ausgebildet werden.
Screenshot Youtube/toxnaja

Vor drei Jahren lancierte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) zusammen mit dem Verein Nigerians in Diaspora Organisation (Nido), einer Organisation von Exil-Nigerianern, ein Pilotprojekt, mit dem die Ausbildung von Lehrlingen in Nigeria gefördert werden sollte. 1,5 Millionen wollte man insgesamt investieren. Nun wird das Projekt gestoppt, wie die SRF-Sendung «Rundschau» in ihrer Sendung vom Mittwochabend berichtet.

Der Vertrag wurde vom Bund aufgelöst. Ein Grund dafür ist der Verein Nido, der nicht die Kapazität habe, ein solches Projekt durchzuführen. «Ein grosser Teil der Ressourcen wird von der Administration absorbiert», zitiert die «Rundschau» aus einem Treuhandbericht vom Dezember 2014. Schon zu Beginn des Projekts sorgte die Grösse des Vereins, der bloss rund ein Dutzend Mitglieder zählte, für Kritik.

Nigeria hatte sich viel vom Projekt erhofft. Entsprechend enttäuscht sind die Nigerianer nun. Ein Exil-Nigerianer, der vor Ort war, sagt, das Projekt sei «sehr schlecht geführt» gewesen, das Geld sei nicht effizient eingesetzt worden. Bis zum Abbruch investierte der Bund 340'000 Franken. Das viele Geld aus der Schweiz hat gemäss der SRF-Sendung einen Verteilkampf im Verein ausgelöst und diesen gespalten.

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