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Nur 80 bis 100 Asylsuchende für Bettwil

Im Streit um die Asylunterkunft in Bettwil im Kanton Aargau haben sich die Parteien einigen können. In der Militäranlage der Gemeinde sollen nun 40 bis 60 Asylsuchende weniger als geplant einquartiert werden.

In der Aargauer Gemeinde Bettwil hat sich ein starker Widerstand gegen eine geplante Asylunterkunft formiert.
In der Aargauer Gemeinde Bettwil hat sich ein starker Widerstand gegen eine geplante Asylunterkunft formiert.
Keystone
In der ländlichen Idylle von Bettwil leben rund 560 Menschen.
In der ländlichen Idylle von Bettwil leben rund 560 Menschen.
Keystone
Überall in Bettwil stösst man auf Zeichen des Widerstands gegen die Asylunterkunft.
Überall in Bettwil stösst man auf Zeichen des Widerstands gegen die Asylunterkunft.
Keystone
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In der umstrittenen Asylunterkunft im aargauischen Bettwil sollen nur 80 bis 100 Asylbewerber einquartiert werden. Das wurde heute Abend in einem Gespräch mit Behördenvertretern und Gegnern der Unterkunft vereinbart. Ursprünglich sollten bis zu 140 Asylbewerber nach Bettwil kommen.

Ein weiteres Ergebnis der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe Bettwil ist, dass vorderhand keine baulichen Massnahmen an der Militärunterkunft vorgenommen werden, wie der Kanton Aargau mitteilte. Im Gegenzug sicherte das Bettwiler Komitee gegen die Asylunterkunft zu, einstweilen keine Protestaktionen durchzuführen.

Anfang Februar in Betrieb

In den nächsten Wochen soll weiter die Frage geklärt werden, ob aus juristischer Sicht die militärische Anlage in Bettwil überhaupt für zivile Zwecke und damit auch für die Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden darf. Behörden und Gegner wollen juristische Gutachten austauschen.

«Wir möchten die Unterkunft Anfang Februar in Betrieb nehmen», sagte Balz Bruder, Sprecher des Departementes Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe findet am 5. Januar 2012 statt.

Nur für sechs Monate

An der Sitzung von heute teil: Roger Lang, Chef des für die Führung der Unterkunft in Bettwil zuständigen Empfangs- und Verfahrenszentrums Basel, Mark Burkhard, Generalsekretär Departement Gesundheit und Soziales, Vertreter des Bundesamts für Migration (BFM) sowie Vertreter der Aargauer Kantonsbehörden.

Die Gegner waren vertreten durch je eine Delegation des Gemeinderats von Bettwil und des Komitees gegen die Asylunterkunft. Weiter waren die Kantonspolizei und Vertreter einer Sicherheitsfirma anwesend.

Wegen der Proteste hatte sich der Bund bereits dazu entschieden, die Unterkunft nur für ein halbes Jahr zu betreiben.

SDA/wid

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