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OECD lobt Schweizer Steuerdeals

Die OECD sieht die Schweizer Steuerabkommen mit Deutschland und Grossbritannien im Einklang mit ihren Standards. Für den Leiter des Transparenzforums gehen die Vereinbarungen sogar darüber hinaus.

Die Steuerabkommen zementieren das Bankgeheimnis nicht: Dieser Meinung ist Pascal Saint-Amans, Leiter des Transparenzforums der OECD.
Die Steuerabkommen zementieren das Bankgeheimnis nicht: Dieser Meinung ist Pascal Saint-Amans, Leiter des Transparenzforums der OECD.
AFP

Die Schweiz erhält für die Steuerabkommen mit Deutschland und Grossbritannien ein Lob von der OECD. Das Transparenzforum der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die Vereinbarungen im Gleichklang mit seinen Standards.

Der Austausch von Informationen sei garantiert: Die Vereinbarungen gingen sogar über den Informationsaustausch bei gezielten Auskunftsbegehren hinaus, sagte Pascal Saint-Amans, Leiter des Transparenzforums, heute in der Sendung «Journal du Matin» des Westschweizer Radios RSR.

Auf Transparenz untersucht

Aus Sicht des Franzosen zementieren die Abkommen das Bankgeheimnis nicht. Im Gegenteil, der Informationsaustausch beziehe sich auch auf Bankkonten, sagte er. Der vertraglich vereinbarte Ausschluss von grossflächigen vorsorglichen Anfragen («fishing expeditions») untersucht die OECD noch auf ihre Transparenz.

Das Forum zählt 105 Länder als Mitglieder. In einem Bericht für den G-20-Gipfel in Cannes, der Donnerstag und Freitag stattfindet, berichtet die Organisation über die Fortschritte in den Bemühungen um Transparenz in Steuerfragen. Aufgrund neuer Steuerabkommen seien in den letzten Jahren 14 Milliarden Euro in 20 Ländern zusätzliche Einnahmen möglich gewesen.

Die Abkommen mit Berlin und London regeln für Steuerzahler aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich die Besteuerung ihrer Vermögen und wahrt dennoch deren Anonymität. Die Parlamente der Schweiz, Deutschlands und Grossbritanniens müssen den Vereinbarungen aber noch zustimmen.

SDA/wid

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