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Pannenstreifen-Politik am Gotthard

Ende Februar kommt eine ausgefallene Strassenbauvorlage an die Urne: Der Bund will am Gotthard eine 2. Röhre bauen, diese dann aber nur halb benutzen. Ob er das auf Dauer durchhalten kann, ist die grosse Frage.

Verkehr im Gotthard-Strassentunnel, in der Nähe des Nordportals.?Ob neben dieser Röhre eine zweite gebohrt werden soll, entscheidet bald das Volk.
Verkehr im Gotthard-Strassentunnel, in der Nähe des Nordportals.?Ob neben dieser Röhre eine zweite gebohrt werden soll, entscheidet bald das Volk.
Keystone

Im März 2004 setzte der Tessiner Anwalt und Nationalrat Fabio Abate im Bundeshaus eine originelle Idee in Umlauf, die sich als äusserst zäh erweisen sollte. Als Erstes richtete Abate eine unscheinbare Anfrage an den Bundesrat. Er wollte wissen, ob es trotz des Alpenschutzes in der Verfassung denkbar wäre, für den Strassentunnel am Gotthard eine 2. Röhre zu bauen, wenn beide Röhren nur eine Fahrspur hätten. Darauf muss man zuerst einmal kommen. Man baut einen teuren Tunnel, um zu bekommen, was man heute schon hat: zwei Fahr­streifen, einen in den Norden, einen in den Süden.

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