Zum Hauptinhalt springen

Prämienschock steht bevor

Dieses Jahr sind die Krankenkassenprämien im Schnitt um rund 4 Prozent gestiegen. Nächstes Jahr könnten sie noch kräftiger zulegen. Experten zeigen sich beunruhigt.

«Das ist sehr beunruhigend»: Verena Nold, Direktorin von Santésuisse, an einer Medienkonferenz zur Kostenentwicklung im Schweizer Gesundheitswesen in Bern. (25. September 2013)
«Das ist sehr beunruhigend»: Verena Nold, Direktorin von Santésuisse, an einer Medienkonferenz zur Kostenentwicklung im Schweizer Gesundheitswesen in Bern. (25. September 2013)
Peter Schneider, Keystone

Die Kosten für Behandlungen, die im ersten Quartal des laufenden Jahres durchgeführt wurden und von der Grundversicherung bezahlt werden, sind um 7,7 Prozent gestiegen. Das zeigen die Recherchen der «SonntagsZeitung», gestützt auf das Kostenmonitoring des Bundesamtes für Gesundheit.

Diese Zahl liegt über den Schätzungen des Bundesamts für Gesundheit (2,3 Prozent) und des Kassenverbandes Santésuisse (3,8 Prozent), weil dabei nur neue Rechnungen berücksichtigt werden. «Das ist sehr beunruhigend», sagt Santésuisse-Direktorin Verena Nold. Sie rechnet damit, dass der Kostenanstieg in den nächsten Quartalen in ähnlichem Mass weitergeht.

«Ambulante Kosten laufen davon»

Krankenkassenexperte Felix Schneuwly vom Internetvergleichsdienst Comparis sagt: «Diese Kostenzunahme ist krass.» Hauptsächlicher Kostentreiber sind die stark steigenden Kosten für ambulante Spitalbehandlungen und für Behandlungen in Arztpraxen. «Die ambulanten Kosten laufen davon», sagt Verena Nold.

Setzt sich der Kostenschub von 7,7 Prozent aus dem ersten Quartal in den nächsten Monaten fort, droht den Versicherten auf Anfang kommenden Jahres eine überdurchschnittlich hohe Prämienerhöhung.

Anfang dieses Jahres stiegen die Grundversicherungsprämien um 4,2 Prozent, was im langfristigen Durchschnitt seit Einführung des Krankenkassenobligatoriums liegt. Diese Zahl sei angesichts des diesjährigen Kostenschubs kaum mehr zu erreichen, sagt Felix Schneuwly. Der Prämienanstieg werde wohl höher ausfallen als im letzten Herbst.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch