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Rolf Erb starb eines natürlichen Todes

Die Ergebnisse der Rechtsmedizin liegen vor: Der Ex-Milliardär beging nicht Suizid.

Der Wert des gesamten Anwesens wurde auf mindestens 35 Millionen Franken beziffert: Blick auf Schloss Eugensberg in Salenstein TG.
Der Wert des gesamten Anwesens wurde auf mindestens 35 Millionen Franken beziffert: Blick auf Schloss Eugensberg in Salenstein TG.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Übernahm von seinem Vater ein Imperium für Autos, Küchen und Kaffee: Rolf Erb nach dem Prozess in Zürich. (15. Januar 2014)
Übernahm von seinem Vater ein Imperium für Autos, Küchen und Kaffee: Rolf Erb nach dem Prozess in Zürich. (15. Januar 2014)
Ennio Leanza, Keystone
Die Erbs waren einst eine angesehene Familie, die zu den reichsten der Schweiz gehörte: Auf diesem Bild wird sie für die Verdienste im Autohandel geehrt. Christian Erb (vorne), hinten links Rolf Erb, rechts Patron Hugo Erb, der 2003 verstarb.
Die Erbs waren einst eine angesehene Familie, die zu den reichsten der Schweiz gehörte: Auf diesem Bild wird sie für die Verdienste im Autohandel geehrt. Christian Erb (vorne), hinten links Rolf Erb, rechts Patron Hugo Erb, der 2003 verstarb.
Keystone
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Vor rund zwei Wochen wurde Rolf Erb tot in seinem Schloss Eugensberg in Salenstein aufgefunden. Jetzt ist die Todesursache bekannt: Erb starb an einer Herzkrankheit. «Es liegen keinerlei Hinweise für eine suizidale Handlung vor», heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 in Konkurs ging. Der Fall gilt nach dem Swissair-Konkurs als zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen haben. Erb wurde zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Erb bezeichnete sich selbst als suizidgefährdet

Kürzlich entschied das Bundesgericht, dass Erb seine Freiheitsstrafe verbüssen sollte. Er hatte sich als suizidgefährdet bezeichnet und ein neues Gutachten zu seiner Hafterstehungsfähigkeit gefordert. Erb wollte nicht ins Gefängnis. Doch die Richter in Lausanne wiesen seine Beschwerde ab.

Wegen allfälliger Suizidgefahr könne die Haft nicht aufgeschoben werden. Das bestehende Gutachten weise keine Mängel auf, begründete das Bundesgericht. Es dürfe nicht sein, dass eine Selbstgefährdung zum gängigen letzten Argument von Verurteilten und ihren Anwälten werde.

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