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«Sagen wir es offen: Das stinkt zum Himmel»

Die Aufarbeitung der Fussball-WM-Vergaben an Russland und Katar sorgt innerhalb der Fifa für Querelen. Strafrechtsprofessor und Ex-Fifa-Reformer Mark Pieth sieht die Fifa trotzdem auf dem richtigen Weg.

«Den persönlichen Kontakt mit Joseph Blatter empfand ich als angenehm»: Der Basler Strafrechtsprofessor und Antikorruptionsexperte Mark Pieth (rechts) arbeitete zwei Jahre als Reformer für die Fifa.
«Den persönlichen Kontakt mit Joseph Blatter empfand ich als angenehm»: Der Basler Strafrechtsprofessor und Antikorruptionsexperte Mark Pieth (rechts) arbeitete zwei Jahre als Reformer für die Fifa.
Keystone

Mit der Untersuchung der WM-Vergaben wollte die Fifa ihre miserable Reputation aufbessern. Herausgekommen ist ziemlich genau das Gegenteil, oder?

Mark Pieth: Was die Öffentlichkeit bisher bekommen hat, ist das Urteil eines Fifa-Richters, der sagt, die beiden Turniere müssten nicht neu vergeben werden. Die Grundlage des Urteils, den Untersuchungsbericht der Ethikkommission, kennen wir nicht. Es kann gut sein, dass uns das Urteil politisch nicht gefällt. Wir können aber nicht sagen, das Verdikt sei falsch, weil wir nicht wissen, was für Beweismittel vorhanden sind. Darum sage ich, dass der Bericht veröffentlicht werden muss.

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