Zum Hauptinhalt springen

«Schmid wurde gewählt, um die SVP zu demütigen»

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli ist gar nicht traurig über den Rücktritt von Bundesrat Samuel Schmid.

Herr Mörgeli, Ihre Reaktion auf den Rücktritt von Bundesrat Schmid? Das ist ein kleiner Schritt für Samuel Schmid, aber ein grosser Schritt für die Armee und unsere Schweiz.

Sie hatten damit gerechnet. Natürlich, nur wussten wir nicht, ob es etwas früher oder etwas später wird. Wir nehmen das nun zur Kenntnis. Ich bedaure natürlich die Umstände, dass der Rücktritt offenbar gesundheitliche Gründe hatte. Aber ich hätte es begrüsst, wenn der Schritt schon früher erfolgt wäre.

Wenn Sie Schmids Amtszeit kurz zusammenfassen müssten, was würden Sie sagen? Er hat die Politik gemacht, von der er dachte, es sei die richtige. Aus unserer Sicht waren es natürlich keine guten Jahre. Er hat der SVP-Politik sicherlich nicht genützt. Er war ursprünglich auch nicht unser Kandidat – man hat ihn trotzdem gewählt, um die SVP zu demütigen.

Was wartet auf seinen Nachfolger? Die Arbeit beim VBS wird ein «Sauchrampf»: Es ist in einem maroden Zustand, die Armee nicht einsatzfähig. Es gibt Personalprobleme auf allen Ebenen. Das ist so eine anspruchsvolle Führungsaufgabe, dass der zweitbeste Kandidat nicht reicht.

Wer kommt dafür in Frage? Wir brauchen jemanden mit Führungserfahrung, unternehmerisch, militärisch und politisch. Wer als Nachfolger das VBS übernimmt, hat keine lange Anlaufzeit, der muss von Anfang an voll drauflos. Wenn er es gut macht und die Armee wieder auf Vordermann bringt, ist er vielleicht auch nach drei Jahren verbraucht und wird gar nicht mehr gewählt.

Das heisst konkret… Dazu fällt mir nur ein Name ein: Christoph Blocher.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch