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Schweizer Armee von Datenleck betroffen

Politiker, Banker, Armeechef: Mitte Januar tauchten über drei Millionen Schweizer E-Mail-Adressen inklusive Passwörter im Netz auf – auch von Behörden.

Rund ein Fünftel der betroffenen Bundes-Adressen gehören der Schweizer Armee. (Archiv)
Rund ein Fünftel der betroffenen Bundes-Adressen gehören der Schweizer Armee. (Archiv)
Sascha Steinbach, Keystone

Fast 2,2 Milliarden von gehackte Daten: Das ist der Inhalt einer Sammlung mehrerer im Januar aufgedeckter Datenlecks, welche gestohlene Log-in-Informationen enthält. Betroffen sind exponierte Personen. Allerdings: Zu einem grossen Teil handelt es sich um alte Daten.

Gemäss einer Recherche von Fernsehen sind SRF befinden sich über drei Millionen E-Mail-Adressen mit Schweizer Endung inklusive Passwörtern unter den gehackten Daten. Betroffen sind rund 20'000 unterschiedliche Nutzerprofile von Angestellten von Schweizer Behörden und Betreiberinnen kritischer Infrastrukturen.

Darunter mehr als 6000 E-Mail-Adressen von Angestellten der Kantone und 2500 von solchen des Bundes. Rund ein Fünftel der betroffenen Bundes-Adressen gehören der Schweizer Armee, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Gemäss Spezialisten für Cybersicherheit handelt es sich bei «Collection #1-5» mit über 2,2 Milliarden unterschiedlichen Email-Adressen (inklusive Passwörtern) und rund 900 Gigabyte Datenvolumen um die bisher grösste zusammenhängende Ansammlung von gehackten Nutzerprofilen.

Die Experten relativieren aber auch: «Wir haben diese Daten analysiert und alle betroffenen Departemente informiert. Ein grosser Teil der Daten sind ziemlich alt, manche Adressen betreffen Personen, die nicht mehr für den Bund arbeiten», sagte Max Klaus, der stellvertretende Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) des Bundes gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS.

SDA/nag

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