Zum Hauptinhalt springen

Schweiz kann Flüchtlingsfamilien wieder nach Italien schaffen

Die Schweiz und Italien haben einen «einfachen und pragmatischen» Weg gefunden, um Flüchtlingsfamilien wieder auszuweisen. Ein Urteil des Menschenrechtshofs hatte das zeitweise verunmöglicht.

Das Aufnahmeland muss geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen: Eine Flüchtlingsfamilie beim Essen im Zentrm Gutshof in Enggistein bei Worb BE. (28. Februar 2013)
Das Aufnahmeland muss geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen: Eine Flüchtlingsfamilie beim Essen im Zentrm Gutshof in Enggistein bei Worb BE. (28. Februar 2013)
Gaetan Bally, Keystone

Heute konnte Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration, mit seinem italienischen Amtskollegen Mario Morcone in Rom die erneute Rückführung von Flüchtlingsfamilien aushandeln. Laut «10vor10» wurde bereits eine erste Familie nach Italien zurückgeschafft.

Italien und die Schweiz haben sich demnach auf eine Einzelfall-Regelung geeinigt. Rom wird für jede Flüchtlingsfamilie Garantien zur adäquaten Unterbringung abgeben. Es gäbe durchaus Unterbringungsstrukturen, welche den Anforderungen entsprechen würden, sagt BFM-Direktor Mario Gattiker in Rom: «Mario Morcone hat mir jetzt, heute, zugesichert, dass man im Einzelfall diese Garantie abgibt und dass die Familien zusammenbleiben und diese Personen in einer altersgerechten Lösung untergebracht werden.» Die Einzelfall-Lösung sei für die Schweiz ein guter, unkomplizierter Weg, so Gattiker. «Wir haben eine einfache und pragmatische Lösung gefunden.»

Garantien für die afghanische Familie

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg hatte Anfang November entschieden, dass die Schweiz eine achtköpfige afghanische Flüchtlings-Familie erst dann zurückschicken darf, wenn Italien eine geeignete Unterbringung garantieren kann.

Mario Morcone, Chef des Migrationsamtes beim Italienischen Innenministerium, verspricht im «10vor10»-Interview, dass Italien auch für die afghanische Flüchtlingsfamilie eine geeignete Unterbringung finden werde: «Diese Familie werden wir selbstverständlich aufnehmen und für sie die beste Lösung in Italien finden», sagt Morcone.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch